Wednesday, March 15, 2006

Wo bleibt die Zeit?

Schon wieder fast eine Woche her seitdem ich den letzten Eintrag geschrieben habe... kaum zu glauben wie die Zeit rennt. Das fehlen von regelmäßigen Updates liegt definitiv nicht an mangelndem Stoff den es zu erzählen gibt, vielmehr fehlt mir einfach die Zeit mich an den Rechner zu setzen und das Erlebt in Worte zu fassen.

Auf mein letztes Wochenende in Liverpool werde ich wohl in den nächsten Tagen mit einem eigenen Eintrag nochmal zurückkommen. Momentan werde ich jedoch völlig von der Uni vereinnahmt. Völlig? Naja, da ich Freitag bis Montag nicht richtig zum arbeiten komme muß ich halt alles in den verbleibenden 3 Tagen aufholen. Man sollte die Anforderungen an einen ERASMUS Studenten echt nicht unterschätzen! Das Maß der notwendingen Freizeitplanung übertrifft alles bisher dagewesene.

Ok, zurück zur Uni, es soll ja niemand auf die Idee kommen ich sei meiner Förderung nicht würdig. In den letzten Wochen hatte ich im wesentlichen mit meinen zwei Kursen "British History" und "Modern British Society" zu tun. In beiden gab es Essays zu schreiben bzw. Referate vorzubereiten.
Das erste Essaythema lautete "Is Britain Modern". Ich dachte mir würde die Beantwortung sehr leicht fallen, da die antwort ja auf der Hand liegt. Leider war das Naheliegende nicht so leicht zu beweisen wie ich es gerne gehabt hätte, da fast alle Statistiken etwas gegenteiliges behauptet haben. Was ich draus gemacht habe findet ihr >hier<.
Am Hand-In-Day mußt ich dann auch noch meinen Vortrage halten. Das jedoch war keine zu große Herausforderung, da ich mir mein Thema aussuchen konnte und deshalb über "Public transport and travelling in the UK" geredet habe. War eine Mischung aus Informationen über die Geschichte der britischen Eisenbahn, den aktuellen Modal Split und, da viele der Kurteilnehmer erst dieses Semester angekommen sind, Hinweise wie man Reisen/Ausflüge auf den Britischen Inseln am besten organisiert.
Ich glaube es ist eine ganz gute Mischung aus Infos und Entertainment geworden.
Was ich nicht machen wollte hatte ich in der Woche zuvor gesehen, da hat nämlich eine Dame aus Austin (Ostdn), Texas (Täxes) eine brilliante Präsentation über "Family life in Britain" abgeliefert. Das war so gut, das ich nur während ca. 95% des Vortrages das Gefühl hatte meine Zeit zu verschwenden. Ihr Augenmerk lag auf "Food". Sie hat uns solche essentiellen Informationen wie "Die Briten frühstücken von 8-9 Uhr morgens" oder "Man macht Tee aus heißem Wasser und Tee" geliefert.
Vielen Dank dafür! Wenn meine kleine Schwester mir diese Präsentation gezeigt hätte wäre mein Kommentar wahrscheinlich gewesen, dass sie sich noch mal auf den Hintern setzen solle um etwas anständiges zu produzieren. Wie dem auch sei, in den Vereinigten Staaten von Amerika scheint sowas eine ganz große Leistung zu sein und in Britannien ist man dazu geneigt "Blabla Ohne Inhalt Aber Mit Guten Unterhaltungsfaktor" zu würdigen.
Gut, keine weiter Aufregung, alles wird gut.

Mein momentanes Essay beschäftigt sich dem "Anhaltenden Einfluß der Römischen Invasion auf Britannien heute".
Was gibt es dazu zu sagen? Sie kamen sahen und siegten, dann wurde zu hause die Luft etwas dünne, sie packten ihren ganzen Kram wieder ein um zurück nach Rom zu rennen und dort anständig den Hinter versohlt zu bekommen. Anhaltender Einfluß gleich Null.
So zumindest meine erster Eindruck. Lesen, denken und ein Besuch im römischen Bad in Bath gaben mir dann zumindest ein paar Ideen. Straßen und Orte sind von den Römern übergeblieben, nicht viele aber immerhin. Genügend Stoff für 700 Worte - Halbzeit.
Was also machen mit dem Rest des Textes? Wieder nachdenken.
Da viel mir eine Geschichte ein, die mir mal ein alter Mann in so nem Muffigen Gebäude erzählt hat. Sie handelt von einem Typen der im alten Rom gelebt hat und über das Wasser gehen konnte. Eigentlich schon freakig genug, aber er wollte dann auch noch König werden. Die Römer hatten jedoch schon einen und haben ihn lieber an ein Kreuz genagelt als ihn auf den Tron zu setzen. Der Typ jedoch, voll Politiker, spinnt verschwörungstheorien und bringt, ganz wie Milosewitch, nach seinem Tod lauter Leute die ihn eigentlich nicht ausstehen konnten dazu um ihn zu trauern. Ups. Das wurden dann sogar immer mehr und am ende so viele, dass die Römer beschlossen haben ihren Jupiter aus seinem Tempel zu schmeißen und die frei gewordenen Wohnung an jemanden anders zu vermieten. Die neue Situation wurde dann zur neuen Staatsreligion und die wiederum erreichte so auch England. Ob die sich zu dem Zeitpunkt darüber gefreut haben oder nicht ist nicht völlig geklärt. Sicher ist jedoch, dass sie erstmal ein paar Hunder Jahre mitgespielt haben, bis ein König kam, der ganz viele Frauen habe wollte und deswegen beschl0ß sich mit dem Opi aus Rom anzulegen.
Aber das ist ja eigentlich eine ganz andere Geschichte und meine Essay war auf einmal fertig. Nix gut, aber sollte reichen. Morgen ist abgabe und dann habe ich erstmal wieder ne Weile etwas weniger zu tun. Sehr angenehm, ich finde das habe ich verdient, nach all dem Streß.

0 Comments:

Post a Comment

<< Home