Wenn in Frankreich...
...gestreikt wird, dann sind alle dabei. Sogar in England, wo man glücklicherweis auch als Supporter weiter zu Uni gehen darf. Denn seien wir mal ehrlich wenn die Müllmänner in Deutschland streiken, dann kann kann das schon keiner verstehen, weil jeder weiß das wenn sie es durchhalten sie eh bald koplett durch Private Firmen ersetzt werden. Sie sind auf dem besten Wege die überflüssigkeit ihres momentanen Statuses selbst unter Beweis zu stellen. Herzlichen Glückwunsch.
Aber zurück zu den Stundenten, denn wenn streiken, dann kann das nicht nur keiner verstehen sondern es interressier auch keinen. Ein wirkliches Problem hat mit dem selbstverschuldeten mangel an Bildung im Rest der Bevölkerung nämlich keiner. Also, netter Versuch.
So zumindest meine Erfahrungen aus Deutschland. In Braunschweig wurde milde gelächelt, in Berlin freuten sich (fast) alle darüber das sie nicht lernen mußten und in anderen Städten sah es bestimmt nicht viel anders aus.
Doch was passier gerade in Frankreich? Es ist schon erstaunlich, dass selbst Florion der neben mir in seinem kleinen Carpenter House Zimmer sitzt kurz davor zu sein scheint sich ein Protestplatkat über die Tür zu hängen. Wenn dort etwas schief geht scheint es die Mengen ganz anders zu erwischen als in Deutschland. Schon die 68er haben ihre Initialzündung in in Frankreich erhalten. Dort schein lautstarkes Meckern einfach zum guten Ton zu gehören. Ich finde das eigentlich ganz interressant, da ich mit Flo einen sehr interressanten und mittlerweile auch wenn nicht Wort, jedoch argumentationsgewandten Meckerer in meiner Küche habe. (In diesem Fall möchte ich den Meckerer bitte positiv verstanden wissen, Flo ist einer der tollsten Typen die ich hier kennengelernt habe. Vielleicht sollte ich um eine notwendige Abgrenzung zur dusseligen Marion zu schaffen sie als Beschwerer bezeichnen... schwerer schein sie sowieso auch ständig zu werden, aber das tut natürlicht nichts zur Sache.)
Auf diese Weise bin ich mit dem problem des neuen Kündigungsschutzes in Frankreicht etwas stärker konfrontier worden als das vielleicht in Deutschland der Fall wäre. Die neuen Änderungen sehen vor, wie mir Flo erläutert hat, dass man bis 26 Jahren immer 2 Jahresverträge bekommen kann, aus denen man innerhalb eines Tages ohne Mitteilung eines Grundes gekündigt werden kann. Die Studenten befürchten nun, dass sie z.B. keine Chance mehr haben werden in jungem alter eine Wohnung zu kaufen, weil sie keine Kredite mehr bekommen.
Ich selbst kann dieses Problematik und die Befürchtungen sehr gut verstehen. Auch für mich klingt das nicht nach verlockenden Arbeitsbedingungen. Traditionell muß ich aber leider den Gegenpart einnehmen. Einhellige Zustimmung für leider meißtens zu einer Einschränkung der Ideenvielfalt. Und Argumente für das neue Gesetz gibt es. Die Wahrscheinlichkeit, das Jobs geschaffen werden halte ich für sehr hoch und das Jobs gebraucht werden ist ja wohl unumstritten. Klar, man kann fragen um was für Jobs handel es sich, aber in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muß man sich vielleicht mal fragen ob es sozial ist wenn wenige gute und sichere Jobs haben und andere auf der Straße anfangen Autos anzuzünden. Sicherlich nicht. Mir persöhnlich gehen die änderungen zwar auch etwas zu weit, aber ich halte es für einen Schritt in die richtige Richtung. Der Grund warum die Emotionen in Frankreich so extrem hochschwappen könnte nach meinen Erfahrungen mit Franzosen in Bath (das es Ausnahmen gibt ist denke ich klar) neben dem allgemeinen Meckertrend an einem mangelndem Willen liegen sich zu bewegen. Sowohl lokal auch auch mental. Wie mir Flo dankenswerter weise regelmäßig bestätigt ist er als ERAMUSler an seiner Uni ein wahrer Exot und die wenigsten seiner Freunde konnten seine Entscheidung verstehen. Wenn man das hört wird verständlich, dass "dort hingehen wo man gute Arbeit" bekommt für viele noch weniger in Frage kommt als das schon in Deutschland der Fall zu seien scheint. Aber so ist das nun mal, wenn man nicht bereit ist sich zu bewegen muß man halt nehmen was man bekommen kann.
Aber auch das andere Problem scheint, zumindest wie ich es aus meinen Diskussionen beurteilen kann, sehr stark ausgeprägt zu sein. Wir in Deutschland sind ja schon gegen Veränderungen aber in Frankreich scheint es noch um ein vielfaches Stärker ausgeprägt zu sein. Wirklich gut fahren werden sie so wohl auf dauer nicht. Florian spricht ja schon vom Sturz des Premierministers (und des Presidenten am besten auch) aber was dann kommen soll weiß er leider auch nicht.
So wird wohl das passieren was meißtens passiert, die Studenten werden irgendwann von den Ferien überrascht werden und können aufhören zu Streiken, die Gesetze kommen und ein paar überbleibsel aus der Bewegung werden in 30 Jahren ganz ähnliche Programme auf den Weg bringen.
Aber zurück zu den Stundenten, denn wenn streiken, dann kann das nicht nur keiner verstehen sondern es interressier auch keinen. Ein wirkliches Problem hat mit dem selbstverschuldeten mangel an Bildung im Rest der Bevölkerung nämlich keiner. Also, netter Versuch.
So zumindest meine Erfahrungen aus Deutschland. In Braunschweig wurde milde gelächelt, in Berlin freuten sich (fast) alle darüber das sie nicht lernen mußten und in anderen Städten sah es bestimmt nicht viel anders aus.
Doch was passier gerade in Frankreich? Es ist schon erstaunlich, dass selbst Florion der neben mir in seinem kleinen Carpenter House Zimmer sitzt kurz davor zu sein scheint sich ein Protestplatkat über die Tür zu hängen. Wenn dort etwas schief geht scheint es die Mengen ganz anders zu erwischen als in Deutschland. Schon die 68er haben ihre Initialzündung in in Frankreich erhalten. Dort schein lautstarkes Meckern einfach zum guten Ton zu gehören. Ich finde das eigentlich ganz interressant, da ich mit Flo einen sehr interressanten und mittlerweile auch wenn nicht Wort, jedoch argumentationsgewandten Meckerer in meiner Küche habe. (In diesem Fall möchte ich den Meckerer bitte positiv verstanden wissen, Flo ist einer der tollsten Typen die ich hier kennengelernt habe. Vielleicht sollte ich um eine notwendige Abgrenzung zur dusseligen Marion zu schaffen sie als Beschwerer bezeichnen... schwerer schein sie sowieso auch ständig zu werden, aber das tut natürlicht nichts zur Sache.)
Auf diese Weise bin ich mit dem problem des neuen Kündigungsschutzes in Frankreicht etwas stärker konfrontier worden als das vielleicht in Deutschland der Fall wäre. Die neuen Änderungen sehen vor, wie mir Flo erläutert hat, dass man bis 26 Jahren immer 2 Jahresverträge bekommen kann, aus denen man innerhalb eines Tages ohne Mitteilung eines Grundes gekündigt werden kann. Die Studenten befürchten nun, dass sie z.B. keine Chance mehr haben werden in jungem alter eine Wohnung zu kaufen, weil sie keine Kredite mehr bekommen.
Ich selbst kann dieses Problematik und die Befürchtungen sehr gut verstehen. Auch für mich klingt das nicht nach verlockenden Arbeitsbedingungen. Traditionell muß ich aber leider den Gegenpart einnehmen. Einhellige Zustimmung für leider meißtens zu einer Einschränkung der Ideenvielfalt. Und Argumente für das neue Gesetz gibt es. Die Wahrscheinlichkeit, das Jobs geschaffen werden halte ich für sehr hoch und das Jobs gebraucht werden ist ja wohl unumstritten. Klar, man kann fragen um was für Jobs handel es sich, aber in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muß man sich vielleicht mal fragen ob es sozial ist wenn wenige gute und sichere Jobs haben und andere auf der Straße anfangen Autos anzuzünden. Sicherlich nicht. Mir persöhnlich gehen die änderungen zwar auch etwas zu weit, aber ich halte es für einen Schritt in die richtige Richtung. Der Grund warum die Emotionen in Frankreich so extrem hochschwappen könnte nach meinen Erfahrungen mit Franzosen in Bath (das es Ausnahmen gibt ist denke ich klar) neben dem allgemeinen Meckertrend an einem mangelndem Willen liegen sich zu bewegen. Sowohl lokal auch auch mental. Wie mir Flo dankenswerter weise regelmäßig bestätigt ist er als ERAMUSler an seiner Uni ein wahrer Exot und die wenigsten seiner Freunde konnten seine Entscheidung verstehen. Wenn man das hört wird verständlich, dass "dort hingehen wo man gute Arbeit" bekommt für viele noch weniger in Frage kommt als das schon in Deutschland der Fall zu seien scheint. Aber so ist das nun mal, wenn man nicht bereit ist sich zu bewegen muß man halt nehmen was man bekommen kann.
Aber auch das andere Problem scheint, zumindest wie ich es aus meinen Diskussionen beurteilen kann, sehr stark ausgeprägt zu sein. Wir in Deutschland sind ja schon gegen Veränderungen aber in Frankreich scheint es noch um ein vielfaches Stärker ausgeprägt zu sein. Wirklich gut fahren werden sie so wohl auf dauer nicht. Florian spricht ja schon vom Sturz des Premierministers (und des Presidenten am besten auch) aber was dann kommen soll weiß er leider auch nicht.
So wird wohl das passieren was meißtens passiert, die Studenten werden irgendwann von den Ferien überrascht werden und können aufhören zu Streiken, die Gesetze kommen und ein paar überbleibsel aus der Bewegung werden in 30 Jahren ganz ähnliche Programme auf den Weg bringen.
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