Cotswolds
Bis bald.
Dieser Blog soll mich während meines Auslandssemesters begleiten. Er soll die Daheimgebliebenen auf dem Laufenden halten, nachfolgenden "ERASMUS-Generationen" helfen oder einfach nur unterhalten.
Zusammenkommen. Das RAG Office (wofür auch immer diese Abkürzung steht) hat den so genannten Roman Romp veranstaltet, bei dem ganz viele Clubs uns Pubs in der Stadt für einen offen stehen, sofern man ein Armband und eine Toga hat. Da ich zu den kurzentschlossenen (denen die es erst verpennt hatten) gehörte mußte ich dann ziemlich improvisieren um noch etwas Toga ähnliches aufzutreiben. Hat aber wie man sehen kann ganz passabel geklappt. Als collega habe ich dann Flo motivieren können. Denn alleine macht sowas ja wirklich keinen Spaß.
überall in der Stadt auf Togaträger treffen würden wurden wir leider erstmal enttäsucht, niemand weit und breit. Wir hatten schon angst wir würden vielleich zu den ganz wenigen gehören, die sich auf diese Weise zum Affen machen würden. Gott sei dank wurden wir aber shcon im ersten Pub etwas besseres belehrt, "die Ratte und der Papagei" war so voll wie lange nicht und praktisch alle im weißen Gewand, echt cooler Anblick! Dort sind wir dann auf eine Gruppe Nordamerikaner aus meinen Kursen gesto 9 Uhr das Haus verließen und davon ausgingen, dass wirßen, denen wir uns angeschlossen haben. Eine gute Entscheidung, die haben nämlich mit den Briten um ca. 17 Uhr angefangen gehabt und waren
damit schon in einer richtig guten Stimmung. Sowas reißt natürlich mit.
diese in der Regel recht schnell bei Seite legt und feststellt das das meißte Quatsch ist. Melanie selbst hatte an den ganzen Konventionen zwar lange Jahre lang rege Teil genommen und ist natürlich auch davon beeinflußt, hat aber wie es mir scheint eine starke Wendung genommen. Zum entsetzen ihrer Eltern und Familie hat sie nämlich mit 21 beschlossen nach Tailand zu gehen um dort English zu unterrichten - der anfang einer kleinen Rebellion. Wie das so ist wenn man längere Zeit im Ausland ist hat sie dort anscheinend einige neue Ideen bekommen und auch einiges in Frage gestellt was sie bisher gemacht hat.
er schöner, mehrer Kilometer durchmessender Garten, ein sehr altes, aber immer wieder modernisiertes Schloß und ganz viele "Aufpasser", die einem Geschichten über diesen Ort erzählen konnten. Es ist echt unglaublich, wie lange manche Britischen Familien ihre Stammbäume in die vergangenheit zurückverfolgen können. Die Uhrahnen von einem der Herren Croft, der heute noch ein Apartment in diesem Anwesen besitzt hat sich schon vor ca. 850 Jahren auf diesem Boden geprügelt. Ein andere, deutlich bedeutenderer Ahne war nicht viel friedfertiger, hat dann jedoch im War of Roses bedauerlicherweise aufs falsche Pferd gesetzt und ist dann nicht so bedeutend geworden wie ich es hier gerne verkaufen würde.
mal weiter im Tag. Ich habe in einer Zeitung einen Artikel über die 10 besten Fish and Ships Buden Englands gefunden und die Nummer 8, die gleichzeitig den Guinnes Weltrekord für die größte jemals gemacht Tüte Fritten (385 kg) hält, lag auf unserem Rückweg in den schönen Stadt Herford. Mr. Chips, eine wahre Institution unter den Frittenbuden. Eine Qualität sondergleichen, das erste mal, dass ich es fast geschafft hätte eine ganze Portion des britische Nationalgerichtes ohne das Aufkommen von Übelkeit zu bewältigen. Tische oder so gab es leider nicht, deswegen haben wir uns an den alten Grundsatz gehalten "do it as the locals" und uns vor die gegenüberliegende Baptistenkirche gesetzt. Hatte schon Stiel, futtern mit Gottes beistand.
der besten Kunstgallerien für moderne Kunst weltweit. Gleich nach dem MoMa. Und es war nich übertrieben. Es war super. Ich kann es kaum beschreiben, aber als ich die Auststellung betreten habe habe ich mich einfach nur gefreut. Es war etwas wie nach hause kommen. Nicht das ich wirklich was von Kunst verstehen würde, aber nach den beiden super tollen MoMa besuchen... ich kann es kaum beschreiben, aber ich hatte das Gefühl ich war richtig glücklich diese Bilder zu sehen. Und je mehr man gesehen hat, je mehr erkennt man natürlich auch wieder. Ich hätte nie gedacht, wie sehr künstler ihrem Stiel treu bleiben. Gut, bei solchen Paintikussen wie Jackson Pollock ist es nicht schwer seine A
rbeit wiederzuerkennen aber sogar die Werke von Giorgio de Chirico kamen mir sofort wieder ins Gedächnis. Glaubt jetzt nicht, dass ich mir den zweiten Namen gemerkt hätte, denn eigentlich habe ich ja keine Ahnung, aber es war trotzdem etwas wie alte Bekannte wiederzutreffen.
n Tag vor mir. Was also machen. Mein Rough Guide, ich werde nich müde ihn zu loben, hat vorgeschlagen sich mal die Oxoford Street, die angeblich größte Shoppinmeile zwischen hier und nirgendwo anzuschauen. Warum auch nicht. Das ganze ist dann ein ausführlicher Spaziergrang geworden, dessen Highlight für mich der Applestore gewesen ist. So viele schöne Computer auf einem haufen. Da wird man schon fast schwach! Am Ende der Oxforstreet war dann die Irgendwascross Street, in der sich ein Buchgeschäft an das nächste reiht, wahrscheinlich einer der letzten Orte Englands in dem man nich in den beiden großen Ketten WH Smith oder Waterstone einkaufen muß. Wirklich hübsch, aber es war immer noch erst 15.30 Uhr.
einen Weg in die Unterwelt gebahnt hatte ging es dann auch Schlag auf Schlag. All die guten Touri Sights. Houses of Parliament, Big Ben, London Eye. Dann erst mal Frühstücken, an der Temse, ganz stielvoll wie sich das gehört. Jetzt endlich mein erstes Haupziel, das Britische Museum. Was soll ich sagen, riese groß ist es und Ausstellungstücke aus aller Welt gibt es auch. Ansonsten muß ich leider einer Aussage anschließen, die bedauerlicherweise nicht meinem Eigenen Brain entsprungen ist. Manche Dinge sollte man vielleicht einfach mal wegschmeißen! Man möge mich für einen Kunstbanausen halten,
aber teilweise hat es mich sehr an das erinnert, was wir bei meinem Großvater in der Garage ausgegraben haben, nur dass die Menge dessen was mein Vater und ich leisten können deutlich übersteigen würde. Was solls, ich hab's gesehen und konnte mir über hoch gelobte Museum selbt ein Bild machen. Was ich erstaunlich finde ist, dass die Briten diese Ausstellung wie ihre eigene kulturelle Leistung anpreisen, obwohl fast jedes wirklich coole Ausstellungstück aus irgend einem entlegenen Winkel der Erde geklaut worden ist.
at es mich auch gemacht. DAS wiederum ich beim mir ja nichts neues, aber schlafen wollte ich verständlichweise trotzdem nicht. Also habe ich beschlossen mal nach Notting Hill zu fahren und nach dem Haus mit der blauen Tür zu suchen. Das gelang mir dann auch... oder auch nicht. Denn dieser Haustürtrend scheint ganz schön um sich gegriffen zu haben und jeder, den wenigstens den kleinsten Pinsel auf sich hält fäng an sich künstlerisch zu betätigen. Zur folge hat das ein, wie ich finde super cooles Viertel Londons. Lebhaft, Bunt, Mondern aber durch den Hype auch zunehmend etwas posh.
Besuch abzustatten und dann über die Towerbridge laufend mein Hostel zu suchen. Gefunden hatten ich diese in meinem geliebten Rought Guide. All you need when you need it... oder so. Außer halt manchmal proper Maps. Ich hatte das Ding noch schnell vor meiner Abfahrt reserviert, mir jedoch nicht angeschaut wo es ist. Auf meiner Überragenden Karte war es dann aber glücklicherweise eingezeichnet. Als ein Pfeil, der über den Kartenrand in richtung meiner Hose zeigte. Na Glückwunsch. Irgendwo im Süden also. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Mit richtung Süden laufen hatte ich ja nun auch schon Erfahrung. Irgendwann fand ich es dann auch, das St. Christopher Hostel. Schon ein sehr viel Versprechender Name oder? Vor leuter Freude und natürlich Heißhunger bin ich gleich in den Nachbarschafts- Sainsburys Supermarkt gestürzt und
habe mir eine Ladung Fertispaghetti gekauft. Unglücklichweise stellte sich beim einchecken jedoch heraus, dass es 3 St. C. in London gibt und ich nicht im Südlichsten sondern im Nördlichesten gebucht hatte. Ups, kann passieren. Also wieder on the road again und mal wieder über den großen Fluß. War garnicht schlecht, so konnte ich den Sankt Paul auch noch mal bei Nacht bewundern und ein paar mehr Fotos knipsen. Mit increasing Hunger natürlich, denn die heiß begehrten Pastas befanden sich ja noch in ihrem ursprünglichen, gekühlten Zustand.