Monday, January 30, 2006

The same procedure...

Auch in Dublin sind wir nicht lange alleine geblieben. Bereits im Hostel haben wir Faria aus Brasilien und Anneke aus Suedafrika kennengelernt, mit denen wir dann gestern Abend in richtung der beruehmten Temple Bar unterwegs waren. Heute bin ich noch mal online, weil ich mich mit jemandem verabreden will, den ich wegen einer Unterkunft in Drogheda, einem kleinen Ort auf dem Weg nach Dublin, angeschrieben hatte. Er musste an den beiden in frage kommenden Tagen leider arbeiten, moechte sich aber mit uns gerne heute oder morgen in Dublin treffen. Vielleicht lernen wir ja so noch mal ein paar Bars abseits der Tourimeile kennen.
Jetzt ist aber erst mal etwas Kultur angesagt. So richtig koennen wir uns noch nicht entscheiden wo wir anfangen, es gibt einfach zu viel zu sehen.

Sunday, January 29, 2006

Dublin now

Oh Leude, es gibt so viel zu erzaehlen, ich weiss garnicht wo ich anfangen soll. Ich habe mir mittlerweile ein kleines Notizbuch gekauft, damit ich auch ja nichts vergesse und immer etwas zum schreiben dabei habe, wenn man mal wieder eine Adresse notieren moechte oder es in einem Pub zu laut ist um sich zu unterhalten.
Wir haben mittlerweile Belfast verlassen, und sind nicht traurig heute in einem luxus 6 Bett zimmer untergekommen zu sein. 20 Betten, ziemlich voll belegt bringt doch einen etwas unruhigen Schlaf mit sicht. Davon hatten wir aber in den letzten Naechten eh nicht so viel. Es ist super, kommt nach Irland!

Friday, January 27, 2006

Bell Fast

Ok, nur eine Kurzes update, da die Computer in unserem Hostel waaaahhhnsinng langsam sind. Wir sind gut angekommen uns in einem Hostel fuer 6.50 einfgezogen. Don't ask for sunshine aber das geld koennen wir anders besser ausgeben. Gestern waren wir in einem pub und habe gleich einige Leute kennengelernt. Am Samstag wollen wir mit ihenen wahrscheinlich ausgehen. Update folgt.

Thursday, January 26, 2006

Ab ins Irre Land

So, Rucksack ist gepackt, morgen früh gehst's los. Ab nach Irland. Geplant ist:
1) 26. Januar Ankunft Belfast
2) 02. Februar Abflug Dublin

Mehr nicht, wird schon klappen. Top die Wette gilt!

Wednesday, January 25, 2006

Big Brother

Wer wird der neue Mitbewohner? Das ist die Frage die alle beschäftig. Männlein oder Weiblein, native speaker oder nicht, celebrity or not, Feldbusch oder Westerwelle? Für mich als den "großen Macher" und Vorsitzenden des WG-aktivitäten-Ausschusses war es dann natürlich selbstverständlich der Sache auf den Grund zu gehen.
Also habe ich ein kleinen Schwätzchen mit dem netten Security Menschen an der Rezeption gehalten. Den Namen durfte er mir aus datenschutztechnischen Gründen leider nicht sagen, es könnte ja sein, dass er uns ihn nach dem Einzug nicht mitteilen möchte. Aber er hat mir verraten, dass der Einzugstag der 2. Februar sein wird und dass es sich um einen britischen Bürger männlichem Geschlechts handeln würde.
Tony Blair villeicht?
Meinen beiden französischen Mitbewohnern mußte ich diese frohe Meldung gleich mitteilen. Auch wenn ich ihnen den neuen Mitbewohner erst als französisches Mädel verkauft habe. Was nen Spaß, die Mundwinkel der beiden hingen fast auf den Füßen. Noch einen Franzosen will hier wirklich keiner haben. (Jeder aus anderen Gründen... ich will jetzt keine alten Antipatien wieder aufleben lassen. Die nettesten Leute die ich hier kennengelernt habe haben französisch gesprochen, die ätzensten aber leider auch.) Erst als ich Entwarnung gegeben habe hellten sich die Mienen wieder etwas auf, der Schock saß doch tief!

Tuesday, January 24, 2006

...ish

Sind gerade zurück vom Pizzahutten und anschließenden rumleisuren. Nach dem Essen ging ins Weatherspoon, dem wahrscheinlich billigsten Pub in Bath. Viel zu sagen gibt's dazu nicht, Pint für umgerechnet 2,20€, Athmosphäre wie in einer Flughafen Wartehalle aber rauchfrei. Insgesamt halt nicht so der Hit, als haben wir nach einem Bier beschlossen weiter zu ziehen. Es gibt ja immer noch unendliche viele Pubs die wir noch nicht kenne. Gestern stand dann das Hobgoblin auf der Agenda. Das war echt mal etwas anders, beim betreten wurden wir von Ramstein begrüßt, das Hobgoblin Ale war sehr süß und stark Malzig und getrunken haben wir es in der Krypta in der direkten nähe zu englischen Metallern. Ganz nett, aber auch nichts für den ganzen Abend.
Auf der Suche nach der nächsten Quelle ist uns dann eine Gruppe aufgefallen, die um ein Mädchen rumstanden, die auf dem Boden lag. Wie es sich gehört haben wir uns natürlich nach ihrem Wohlbefinden erkundig. Die Antwort "piss off, f.... a...." ließ zumindest darauf schließen, dass sie noch bei Bewußtsein war. Wenn auch, selbst verschuldet, stark eingetrübt. Eigentlich wollte wir weitergehen, aber mir war nicht wohl dabei bei -5 Grad ein britisch bekleidetes Mädchen auf dem Boden liegen zu lassen. Also habe einem ihrer (anscheinenden) Freunden gesagt, dass wir einen Firstaidworker dabei haben und ob er sie sich nicht doch mal anschauen sollte. Das schien sie dann doch etwas zu beruhingen und Flo, der in Frankreich für das rote Kreuz arbeitet, konnte sie sich mal anschauen.
Er meinte dann nach einer Weile es wäre wohl nichts wildes, sie hätte wohl die Knochen im Arm etwas "displaced" und wohl nur recht starke Schmerzen. Das Hauptproblem wäre aber wahrscheinlich ihr Blutalkoholgehalt. Naja, was macht man in so einem Fall? Genau den Krankenwagen rufen. Der sollte dann auch in 30-45 Minuten kommmen. Ich bin in der zwischenzeit dann mal nach Hause gelaufen um eine Decke zu holen denn bei den Temperaturen ist sogar mir mit Winterjacke beim rumstehen kalt geworden... Briten sind ja etwas härter, aber wir haben uns sorgen gemacht, dass das 45 Minuten bei den Temperaturen auf der Straße vielleicht doch etwas viel wären.
Als die Sanis dann kamen machte sie dann etwas theater, weil dislokation von Teilen ihres Armes etwas unangenehm sei. Zu zweit haben sie sie jedenfalls nicht auf die Trage bekommen. (Flo Kommentar "British piple...") Also habe sie gefragt: "Is anybody sober?" Mit 2 Pint wollte ich das nicht mehr bejaen, aber dann kam in meine Richtung gerichtet wieder diese nette Zusatz "ish". Vor England hatte ich es noch nie gehört, aber in Bath scheint es so eine Art universalwaffe zu sein wenn man sagen möchte, dass etwas "so in etwa" ist. Mit diesem Zusatz konnte ich dann die Frage auch positiv beantworten und mir wurde die große Ehre zugwiesen ihre Füße festzuhalen um sie auf die Bein zu stellen. Das ganze ging unter wilden Flüchen, "I HATE YOU" und "NO NO I LOVE YOU" rufen ab. Danach war unsere gute Tat des heutigen Tages vollbracht. Wir waren die Helden der Nacht! (Flo meinte nur noch er hätte ihr das Schmerzmittel gegeben bevor er sie bewegt hätte, damit sie weniger spürt und wie es allgemein üblich sei. Na, wer weiß, vielleicht wollten sie ihr ja eine Lektion erteilen, damit sie beim nächsten mal nicht mehr bis zum versagen der Knie trinkt.)

Ende gut alles gut.

So, das war's! Die letzte Klausur war noch mal... langweilig. Zu wissen gab es eigentlich nicht viel, mein Hauptproblem war zu verstehen was sie wissen wollten und die Antwort in adäquaten Englisch auf's Papier zu bringen. Aber das wird schon, irgendwie.
Jetzt ist es erst mal geschafft und Flo und ich gehen jetzt Pizza essen.

Durchdrehen

Wer bitte kommt auf die Idee eine Klausur um 16.30 schreiben zu lassen? Was kann man da denn den ganzen Tag machen? Ich laufe im Kreis, versuche zu schlafen,... lernen kann und will ich nicht mehr. Es reicht. In ca. 2 Stunden geht es endlich los. Sporthalle, Abschnitt C, Sitzplatz 19.

Sunday, January 22, 2006

ALARM

Nachdem gestern nicht viel ging war heute mal umsomehr ALARM angesagt. Los ging es mit WECKERALARM und das gleich dreimal, erst um 7.30 Uhr, dann um 8.00 und dann um 8.30 Uhr. Also ALARM micht verzögerung, aber es war ja Sonntag. Gleich danach war dann, zum wach werden AUTOALARM denn das habe ich jetzt auch schon seit über einem Monat nicht mehr gesehen. War aber alles in Ordnung. Ich habe es nur mal etwas umgeparkt, nicht dass noch jemand die Polizei ALARMiert.
Jetzt gab es FRÜHSTÜCKSALARM, denn im Kühlschrank sah es etwas ALARMseeling aus, so dass ich erst mal einkaufen mußte.
Als alles geschafft war gab es dann LERNALARM, also ab in die Bibliothek, in der ich dann auch mal wieder den ganzen Nachmittag verbracht habe, so lange bis mein KopfSCHMERZALARM gegeben hat. Eigentlich wollte ich noch etwas durchhalten, aber dann gab es im Wohneheim neben der Bibliothek einen FEUERALARM, der mich den letzten Nerv gekostet hat. So bin ich dann nach hause gefahren und die Studis aus dem Wohnheim mußte frieren, denn draußen war es garnicht...WARM.

Saturday, January 21, 2006

Hung over

Ja, ja, jetzt haben die Briten ihre Pub Öffnungszeiten liberalisiert und wir haben es zum ersten mal ausgekostet. Und das habe ich nun davon, der ganze Tag im A.... . Böse Kopfschmerzen machten die meißten Lernversuche zu nichte, immerhin auf 2 Stunden bin ich heute Abend noch gekommen.
Dafür hat es echt gut getan gestern Abend mal wieder eine einer großen Gruppe loszuziehen und immerhin 3 von 350 möglichen Pubs in Bath zu besuchen. Es ist echt irre wo man immer wieder noch eines findet. Gerstern war es so eine Mischung aus riesen "Szenepubs" und am Ende dem "Bath Ale House", einem very old-fashioned Pub, aus dem wir dann gegen halb 2 rausgekelt worden sind. Gerade das letztere war echt nett, da es dort eine sehr bunte Mischung zwischen 18 und 70 gab. Als Reinhold und ich am ende als die einzigen unserer vorher 9 Köpfe zählenden Gruppe übrig waren ist uns eine Familie aufgefallen, die immer wieder zu uns rüber geschaut hat. Es schien doch etwas weird zu sein, wenn sich eine Gruppe Deusche mit unterschiedlich starkem Akzent die ganze Zeit auf Englisch unterhält. Es hat sich dann jedoch rausgestellt, dass es eine Deutsch/Englisches Paar war, dass gerade ihre Tochter besucht, die hier auf ein Internat geht... und eigentlich nur zu uns geschaut haben weil wir immer zu ihnen geschaut haben. Wie's halt manchmal geht, nett war's jedenfalls sich mit ihnen zu unterhalten.
Reinhold und ich haben uns dann noch eine Pizza gemacht und etwas NFS2 gespielt. Alles nicht sonderlich sinnvoll aber gut.

Friday, January 20, 2006

Szenen einer WG

Die etwas stressige Woche schlägt sich auch im Zustand unserer WG nieder. Glücklicherweise haben wir eine Putzfrau, die die Küche und das sauber hält. (Ich sprech jetzt übrigens nicht von Marion, die diese Aufgabe scheinbar auch für sich auserkoren hat. Soll sie man machen, dann meckert sie wenigstens nicht die ganze Zeit.)

Wir haben zwei Toiletten in unsere WG und wie das halt so ist hat jeder so seinen Stammbaum. Ich nutze normalerweise die rechte, die andere hälft die linke. Warum sie das tun kann ich leider nicht verstehen denn da klemmt die Tür und man muß immer gegentreten um sie zu schließen. (Was Marion, die daneben wohn natürlich auch nicht mag, aber DARÜBER hat sie sich noch nich beschwert.) Gestern abend jedoch war ich gezwungen auf genau diese Toilette auszuweichen. Und schau her, garnicht so schlimm, ich konnte sogar die Sammlung meiner Mitbewohner mal begutachten.
(Ist complain eigentlich Französisch?)

Ein guter Tag

Pünktlich wachgeworden
- Ein guter Tag

Ich wußte noch alle Formeln, bei nur 6 Stunden Schlaf
- Ein guter Tag

Pünklich zur Klausur erschienen
- Ein guter Tag

Fragen im Wert von 85 von 99 Punkten beantworte
- Ein guter Tag

Einen Reisefüher für Irland gekauft
- Ein guter Tag

Dem singenden Raggae obdachlosen ein paar Münzen gegeben
- Ein guter Tag für ihn

Yuki kocht für mich
- Ein guter Tag

Ich werde heute Abend Fluid Power vergessen
- DAS WAR EIN GUTER TAG!

Leistungsfähigkeit

...am Rande der. Ich glaube ich hatte noch nie vor einer Klausur abends um 8 das Gefühlt noch viel zu tun zu haben. Eigentlich habe ich immer versucht gegen 6 fertig zu sein und mich dann gemütlich zurückzulehen. Hier ist das mal leider nicht drin. Im Falle der Klausur heute lag das aber auch daran, dass ich mich mit dem Aufwand, den ich für Advanced Control betrieben habe etwas verkalkuliert hatte, die Zeit hätte ich gut gebrauchen können.
Jetzt kann ich aber glaube ich aber fast alles was ich brauche und habe noch den ganzen Morgen vor mir. Eine scheiß Art ist das sich auf Klausuren vorzubereiten, aber es geht allen so und wenigstens ist es schnell vorbei.

Thursday, January 19, 2006

Einmal Scheiße bitte!

Ein Satz mit X, das war wohl nix. War ja abzusehen, heute morgen im Bus habe ich den Mathematiker vom "International Student Meeting Point - Day 1" getroffen. Wenn einem Psycho Dad so früh morgens über den Weg läuft kann nichts gutes bei rauskommen.
Ich glaube die Prüfung hätte garnicht so schlecht sein müssen, aber ich habe die Fragen nicht verstanden. Das ist halt schon ein kleines Hindernis. Am Ende hatte ich aber trozdem fast alles von dem ausgeteilten Papier vollgerechnet und mit dem Hinweis versehen, dass ich leider nicht wußte was die Frage sein sollte, aber die Antwort durchaus vorhanden sein könnte.
Naja, was solls, Regelungstechnik auf Englisch halt.

Judgement Day

7.45 am, ich betrete die Küche. Ein fahles Licht erleuchtet den Raum, es muß schon jemand vor mir da gewesen sein. Es ist kalt, jemand hat die Fenster offengelassen. Währen die Rollos monoton gegen die Fenster schlagen setze ich meinen Weg zum Toaster fort. Es liegt der Geruch von nicht mehr ganz frischem Essen in der Luft und in der Festerbank stirbt ein Basilikum seinen langsamen WG Tod.
Der Toaster beginnt seinen Diest zu verrichten, die folgenden Minuten scheinen endlos zu sein. Ein klicken beendet das leise leiden. Endlich kann ich das Haselnußschokoladenstreichfett mit der einsamen, goldbraunen Weizenbrotscheibe vereinen. Es wird Zeit diesen unsäglichen Ort wieder zu verlassen.

Heute ist Donnerstag, der 19. Januar 2006. Tag der Regelungstechnik 2 Klausur.

Wednesday, January 18, 2006

Eier, Mehl und Milch...

...daraus macht so mancher Knilch... leckere Sachen. In diesem Fall heißt der Koch Florian und es gab Crepe. Sehr lecker und ein echter Glücksfall wenn Essen kochen auf Grund einer heiklen Klausurlage etwas ins Hintertreffen gerät. Anständig Nutella druf und voll ist der Magen. Für's gute Gewissen gab's dann noch etwas Salat und eine Vitaminpille hinterher. Insgesamt 1A würde ich sagen.
Etwas leidlich machtes es nur wieder unsere französiche Madame, die momentan hart an meiner Geduldsgrenze langschliddert. Ich kann das genöle einfach nicht mehr hören. La Petit Nation ist einfach so viel besser als alles ander, es schon unglaublich was das für ein tolles Land sein muß! Hier ist leider alles "sdupid" oder "ei don'd leig id". Dafür war es sehr lustig sie leiden zu sehen als Amy in die Küch kam und Flo gefragt hat ob sie auch einen pancake abhaben könne.

1 out of 4

That was fun! Ich habe keine Ahnung ob meine Englisch immer ausreichend war um mich zu verstehen, ich weiß nicht ob ich alle Fragen richtig verstanden habe, aber ich habe in meiner ersten Klausur gerade zumindest alles beantwortet. Etwas komische Werte für Rollwinkel und Eigenfrequenzen gab es zwar aber wenn man mit 40% der Punkte besteht muß ich schon ziemlich Mist gebaut haben um da durchzufallen. Jetzt heißt es jedenfalls "wieder eine weg" oder vielleicht auch "morgen kommt dich nächste" ... was deutlich unschöner ist. Regelungstechnik, das große Zitter - Die FORTSETZUNG!

Tuesday, January 17, 2006

ABI zum 2.

So, jetzt ist es morgen endlich so weit, die kurze aber heftige Klausurphase beginnt. Mittwoch - 13 Uhr, Donnerstag - 9 Uhr, Freitag - 13 Uhr, Dienstag - 15 Uhr. Ich glaube das Abi was nicht viel was anders. Schöner Mist das alles, aber ich werde es überleben. Nur ob es bleibende Schäden hinterläßt ist noch nicht abzuschätzen.

Sunday, January 15, 2006

Scheisen Kopf

Oh man, ich hasse Klausuren. Das ist ja hier echt mal ein bisschen anders als in Braunschweig. Dieses Semester werde ich 4 Klausuren in 6 Tagen habe, darunter solche Leckerbissen wie "Regelungstechnik 2". Die Vorbereitungen laufen einigermaßen und ich habe das Gefühl, dass es zu schaffen ist, aber die Gründlichkeit die man aus Deutschland gewohnt ist kann man hier, auf Grund der begrenzten Zeit, einfach nicht an den Tag legen und es wird noch mehr nötig sein als sonst sich nur auf das aller Wesentlichste zu beschränken. Zumindest die Durchfallquoten sollen hier in England nur bei ca. 10% liegen und das macht ja Mut.
Ich bin jedenfalls Froh, wenn das alles nächte Woche Dienstag vorbei ist. Und dann beginnt ein hoffentlich entspanntes 2. Semester. Am Donnerstag nächste Woche fliege ich jedoch erst mal mit Florian nach Irland, mal schauen was es da so gibt.

Thursday, January 12, 2006

Update your wife

Ein gewisser Verwirrtheitsgrad scheint Professoren hier wir da anzuhaften. Unvollständige Sätze, Gedankensprünge, eine teilweise etwas Merkwürdiges Verhalten alles Markenzeichen dieser Zunft.
Eben gerade war ich bei dem Dozenten für Advanced Control, weil er für 9 Uhr einen offiziellen revision Termin für heute angesetzt hatte. Leider war ich der einzige der da war, weder Prof. noch Studenten. Erst gegen 10 konnte ich ihn dann erwischen um meine Fragen zu stellen. Doch bevor ich loslegen konnte hat er mich gebeten für ihn ein paar deutsche Sätze aus dem Brief eines Befreundeten Professors zu übersetzen. Eine relativ leichte Aufgabe, auch wenn der Inhalt etwas komisch war. Der Dozent hat sich irgendwie die ganze Zeit total gefreut, weil der Autor des Briefes wie er es genannt hat "ein Update betrieben hat" bzw. "auf ein neues Modell gewechselt ist". Am ende wollte er mir glaube ich einfach nur sagen wie super es ist, dass der 60 Jährige Professer aus der ETH es geschafft hat seine Frau gegen eine 25 Jahr jüngere zu wechseln... war alles etwas verwirrend. Letztendlich hat er mir aber ausführlichst alle Fragen beantwortet. Zwischendurch gab es jedoch immer wieder Einwürfe wie: "Der ist auch aus Deutschland!" (Aus der Tür deutend.) und 10 min später "Aus Darmstadt, hatte ich fast vergessen."
Das macht es dann schon manchmal etwas schwirig seinen Rechnungen zu folgen.

Wednesday, January 11, 2006

Going out with Barbie

Es gibt zwei Universitäten in Bath, einmal die University of Bath, auf die ich gehe, und die Bath Spa University. Die zweitgenannte hatte früher eher den Status einer Fachhochschule. Da diese jedoch einen eher mäßigen Ruf genossen hat man anscheinend beschlossen sie abzuschaffen und nur noch Unis zu allem zu sagen. Da jedoch immer noch jeder weiß was es war macht es eigentlich keinen Unterschied.
Wie dem auch sei, heute Abend waren Reinhold und ich mit Corina, praktisch der einzigen Person die wir von der Uni kennen, aus um mit ihr und ihren Freunden auf ihren Geburtstag anszustoßen. Es war schon eine etwas andere Erfahren mehr Studenten dieser Uni kennenzulernen. Ich habe ja bereits vorher in einem Forum gelesen, dass wir Studenten von der University of Bath etwas "posh" seien, so dass mein Eindruck vielleicht etwas verfälsch ist... aber irgendetwas war doch anders.
Ihre Freundinnen hatten schon etwas ganz besonderes, lange Beine, knappe Röcke, tiefe Ausschnitte, makellos geschminkte Gesichter, ein Dauergrinsen, quiekende Stimmen, die "ich klatsch mit den Händen immer dumm vor meinem Gesicht,wenn ich so tue als ob ich mich freue Bewegung ", pinke Kleidung und teilweise sogar noch Ken als Begleitung.
Sehr schön, ich war wie bezaubert. Vieleicht auch geschockt, manchmal liegt das wohl ganz dicht bei einander. Aber eine ganz wichtige Lektion, die man spätestens als Austauschstudent gelernt haben sollte ist ja Leute nicht nach Aussehen, Herkunft, Hautfarbe, Religion oder (um auch wirklich alles abzudecken) sexueller Orientierung zu beurteilen.
Also war das Motto "auf in die Smalltalk Konversation". Hallo, wie heißt du, wo kommst du her? ...aha aus Bath...schon immer...du willst auch nicht weg? Das klingt ja Interressant! (Mal sehen was ihre Freundin so hergibt.) Und was studierst du? ...Diät und Gesundheit... hmm... (Scheint sich auch nicht so richtig zu lohnen, was wohl der Typ auf der rechten Seite so zu sagen hat?) Hi ich bin Chris aus Germany, was machst du so? ...Studieren... ...die nächste Frage ist wie wie weit Deutschland wohl bei der WM kommt... Endspiel, natürlich! (Es folgen ein paar Sticheleien und man einigt sich darauf, dass England UND Deutschland gewinnen könnten. Klasse, mal lieber wieder zu der Diätlady zurück.) Und, wie alt bist du? (Schit man, der absolute Nothaken) ...25...Ah, na das sieht man dir aber nicht an! (War das jetzt nett? Wenn man immer auf Diät ist bestimmt!) Was hast du vorher gemacht? ...Ich habe maekheup Studiert... Sorry, nicht verstanden, was hast du studiert? ...Make Up... Äh, tut mir leid? Was? ...MAKE UP.. Du meinst... wie die Farbe? ...JA! GENAU! Das klingt ja interressant! (So interressant, dass es dabei dann auch den rest des Abend geblieben ist.)
Jaja, nett waren sie alle. So richtig anfangen konnten Reinhold und ich aber trotzdem nicht mit ihren. Corina ist echt ganz cool, aber es scheint doch irgendwie eine andere Welt zu sein. Es mag nicht auf alle zutreffen, aber manchmal schien es als würde das Gegenteil von "posh" vielleicht "dümmlich" sein. (Man verzeihe mir diese sehr unbritisch direkte Ausdrucksweise.)
Gegen 23 Uhr haben sich dann unsere Wege getrennt, die anderen sind noch in einen Club gegangen aber wir haben beschlossen uns für das revisieren frühzeitig ins Bett zu begeben. Doch vorher gab es noch ein besonderes Schmankerl, da hat es nämlich Barbie#3 geschafft auf ihren 7cm Absätzen im vollen Lauf gegen eine Laterne zu laufen. Reinhold und ich mußten unser Lachen gut zurückhalten. Sie hat's scheinbar nicht wirklich gestört, die Nägel haben's überlebt.

Kultureller Austausch

Mal wieder Bibliothek, mal wieder Pause, mal wieder Spiegel.de. Wahrscheinlich gehören viele derer, die das hier lesen auch zu regelmäßigen Besucher dieser Nachrichten Seite, trozdem möchte ich mal wieder auf einen Artikel aufmerksam machen:
"Steffi im Wunderland"
Eine nette Zusammenfassung einer RTL2 Reportage über ein einmalige, riskantes, längst überfälliges Experiment. Viel Spaß dabei.

Tuesday, January 10, 2006

Frankemania

Ich kann es kaum glauben, endlich mal wieder Zahnkräfte, Moduli, Teilkreise und und und... Wenn Professor Franke sehen würde was wir hier in Bath ausrechnen, er hätte seine wahre Freude daran. Endlich mal eine "sinnvolle" Aufgabenstellung, nicht sowas sinnloses wie Eigenfrequenzen und Dämpfungsraten. Oder hat jemand schon mal eine Eigenfrequenz gesehen?
Ich glaube ich muß langsam nach hause...

Sunday, January 08, 2006

Sonntag

Es ist Sonntag, 18 Uhr, letzter Tag der offiziellen Semesterferien. Ich bin mittlerweile seit einigen Stunden in der Bibliothek und vor einer Stunde hat der Issue Desk geschlossen. Will heißen, dass es seit dem zum großen bedauern der Bibliotheksleitung nicht mehr möglich ist Bücher auszuleihen.
Eigentlich sollte man denken, dass es unter diesen Umständen alle nach Hause gegangen seine, dem ich jedoch nicht so. Um einen freien Computer zu bekommen mußte ich eben anständig suchen. Die anstehenden Klausuren werfen anscheinend ihre Schatten vorraus und auf Grund der überragenden Öffnungszeiten der der Bibliothek hat sich ein völlig anderes Nutzungsverhalten eingestellt als man das aus Braunschweig kennt.

Europa, wohin gehst du?

Der europäische Gedanke, die Völker kommen sich näher, die Grenzen verschwinden, man kann leben und arbeiten wo man will, egal woher man kommt! Alles wird eins!
Zumindest bei der Deutschen Post AG galt das bisher. Der Versand eines Standard Briefes "DIN Lang" hat nach ganz Europa 55 Cent gekostet. Doch jetzt wurde ein neues, umwerfendes Produkt eingeführt, der Europabrief. Man schmeißt ihn weiter in den gelben Kasten, er kommt weiterhin nach ein paar Tagen an nur das Porto ist auf 70 Cent gestiegen. 15 Cent, eigentlich nicht viel, wenn man es jedoch als eine Preiserhöhung um 27% ausdrückte klänge der kleine Grenzgang schon etwas anders. Aber das wir von einem einheitlichen Europa noch weit entfernt sind ist ja eigentlich nichts neues.
Für mich wird sich vermutlich nichts ändern, der Brief "first class" mit der Royal Mail wird bestimmt weiterhin 42 Pence kosten, innerhalb Großbritanniens wie auch außerhalb. In diesem Fall scheint der britische Grundsatz gar nicht so schlecht zu sein:
Keep it as it is.

Saturday, January 07, 2006

Was Nobel schon damals wußte

Alle Nobelpreise werden alljährlich kurz vor Weihnachten, am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, in der Schwedischen Haupstadt Stockholm verliehen. Alle Nobelpreise? Nein, einer nicht. Der Friedensnobelpreis wird in der Norwegischen Hauptstadt Oslo überreicht und es wird auch im Gegensatz zu den anderen Preisen vom Norwegischen Parlament darüber entschieden wer ihn bekommen soll. Es wird gesagt, dass Nobel den Norwegern eine Denkweise zugeschrieben hat, die besser zu diesem besonderen Preis passen solle.
Ob das so ist kann ich leider nicht selbst beurteilen, da ich mir selbst bisher weder über "die Schweden" noch über "die Norweger" ein ausreichendes Bild machen konnte. Der grund warum ich das alles schreibe ist dieser Tagesschau.de Artikel.
Vielleicht wußte Nobel schon damals mehr als andere...

Friday, January 06, 2006

Allet beim alden

Halb nackische Mädchen, die bei na Hundskälde durch die Strasen rennen und ich bei Mc D. Nur eins hat sisch verändat, isch hab ein Salat an stelle der Coke bekommen. Wat nen Fordschrid.
Zu Hause, hier wie da.

Back in the UK

So, Weihnachten, Silvester, Heimaturlaub vorbei. Schön war's, teilweise etwas anders als erwartet oder geplant, aber am Ende viel es mir dieses mal eher schwerer mich zu verabschieden als beim ersten mal. Und das obwohl ich genau weiß was auf mich zukommt... und das eigentlich, hoffentlich nur gutes kommt.
Die letzte Nacht habe ich noch bei einer Freundin in Berlin verbracht, wo ich mal wieder eine neue Kneipe kennengelernt habe. "TRAIN Cocktailbar" nannte sich der Zug und ist denke ich wirklich etwas das man sich mal ansehen kann. Nette Musik, witzige Athmosphäre und während der Happy Hour(s) schön große und leckere Cocktails für 5,5€, was ja nach englischen Preisen eine echte Wohltat ist.
Heute war dann Abflug angesagt, wo ich beim einchecken noch echt spaß hatte. Zu erst habe ich mit meiner Tasche eine absolute Punktlandung hingelegt, da sie genau 20,0 kg gewogen hat uns damit nicht 100g zu viel oder zu wenig. Damit hörte dann mein Glück leider auf, denn an der Sicherheitskontrolle hat man mir mitgeteilt, dass ich ein Messer in meinem Rucksack hätte. Hatte ich garnicht, nur mein Bundeswehr Essbesteck, das ich dort reingepack habe um gewicht zu sparen. Aber da gab es natürlich kein pardon und Dummheit muß ja bekanntlich bestraft werden, so dass ich das gute Stück einfach in die Tonne schmeißen mußte. Schade, schade, aber hätte ich es im Gepäck gahabt hätte ich wahrscheinlich die 20 kg überschritten, damit für das angebrochen kg Übergewicht noch 7,5€ bezahlen müssen und damit den Wert des Bestecks überschritten. So kann man doch noch etwas gutes daran finden. Als kleinen Bonus wurde ich danach noch mal richtig anständig gefilzt und habe gut Zeit an der Personenkontrolle verbracht, so dass ich am Ende zum Gate gerannt bin.
Der Flug verlief dann wie üblich unspektakulär. In Bristol angekommen konnte ich mich dann wieder über das britische Wetter freuen. Schön milde temperaturen und nur leichter Nieselregen. Alles bestens.