Studieren und Studierende
Ich habe lange darauf gewartet diesen Artikel verfassen zu können. Irgendwie ist immer ein "wichtigeres" Thema dazwischen gekommen. Das heißt, wichtiger als studieren geht ja eigentlich garnicht, denn das ist ja der Hauptgrund meines Aufenthaltes.
Also, what am I doing here? Zu erst natürlich Vorlesungen. Das war wie bereits mehrfach erwähnt nicht so leicht, aber jetzt habe ich alles zusamme und es wird mir anerkannt! Ich belege Vehicle Engineering, Vehicle Dynamics, Fluid Power, Advanced Control Systems und ein Group Design Project. Die ersten drei Vorlesungen entsprechen denke ich ziemlich genau den Vorlesungen in Deutschland. Die Vorlesung Advanced Control unterscheidet sich jedoch schon von allem was ich bisher in Deutschland an Vorlesungen besucht habe. Ein großer Unterschied ist schon die Kursstärke. Die ganze Vorlesung findet mit nur 9 Studenten statt. Dementsprechend ist auch die Betreuung. In der Regel ist der Dozent nach 60 Minuten mit dem Stoff durch und steht für fragen zur Verfügung. Es ist eher ein miteinander lernen als der Frontalunterricht, den man aus Deutschland gewohnt ist.
Neben dem eigentlichen Aufbau der Vorlesung ist auch die Vermittlung des Stoffes erwähnenswert. Für fast jedes Problem was angesprochen wird, wir eine Verwendungsmöglichkeit in der Praxis aufgezeigt bzw. eine Lösungsmöglichkeit in MATLAB vorgeführt, so dass eine deutliche größere Praxisnähe geschaffen wird. Der Vortragende ermuntert auch dazu die selbstständig zu lösenden Aufgaben auf zwei verschiedene Arten zu bearbeiten, zum einen theoretisch, zum andern mit dem Computer. Und an dieser Stelle kommt der zweite große Unterschied zu Deutschland zum tragen. Der Dozent scheint die Ausbildung wirklch als seine Hauptaufgabe zu sehen und ist bereit sich viel Zeit zu nehmen. Wir sind aufgefordert worden für jedes Tutorium bei ihm im Büro vorbeizukommen und falls wir Probleme mit MATLAB/SIMULINK können wir sie ihm per E-Mail zuschicken und er hat angekündigt uns sie ggf. mit einer Korrektur zurückzusenden. Das ist wirklich Service seitens der Uni, der jedoch, was nicht unerwähnt bleiben soll, den Studenten auch mindestens 2500 Pfund/Semester wert sein muß.
Das zweite große Thema des Tages sind "Studierende". Das ist leider nicht ganz so gut zu bewerten wie die Leistung der Lehrenden, da es doch sehr schwer ist mit britischen Studierenden in Kontakt zu kommen. Noch kann ich mir von allen Briten die ich in meinen Kursen kennengelernt habe die Namen merken, was für mich eine echte Leistung ist. Sie heißen "Oki" und "Guy" - insgesamt also nur 6 Buchstaben.
Da ich die meißten Kurse im 3. bzw. 4. Jahr belege ist verständlicherweise das Interresse der anderen Studenten neue Leute kennenzulernen nicht mehr so vorhanden, so dass man um jeden Kontakt wirklich kämpfen muß.
Meine Hoffnung neue Leute kennenzulernen lag so etwas auf dem Group Design Workshop. Dort gab es leider nur einen etwas mäßigen Start. Insgesamt besteht meine Gruppe aus 5 Studenten, 4 Engländern und mir. Die anderen waren von Anfang an sehr distanziert. Auch die nächsten Meetings vermittelten nicht den Eindruck als ob sie an einer Zusammenarbeit sonderlich interressiert wären. Um genau zu sein fanden sie ohne mich statt, da ich über die Zeit nicht informiert worden bin. Wie man mir mitgeteilt hat wurde zumindest über unser Thema mittlerweile entschieden - Ultraleichtflugzeuge. Heute Abend habe ich eine E-Mail bekommen, dass wir uns morgen um 10 bei einem der anderen Studenten in der Wohnung treffe um unser Thema zu präzisieren und anschließend zu einem Flughafen zu fahren um weiter Informationen zu bekommen.
Ich bin wirklich sehr erfreut, dass ich in Zukunft auch an meinem Projekt teilhaben darf! Mal schauen was das morgen gibt, ich habe ja immernoch die Hoffnung, dass dieser schlechte Start auf einer unglücklichen Verkettung von Mißverständnissen beruht.
Also, what am I doing here? Zu erst natürlich Vorlesungen. Das war wie bereits mehrfach erwähnt nicht so leicht, aber jetzt habe ich alles zusamme und es wird mir anerkannt! Ich belege Vehicle Engineering, Vehicle Dynamics, Fluid Power, Advanced Control Systems und ein Group Design Project. Die ersten drei Vorlesungen entsprechen denke ich ziemlich genau den Vorlesungen in Deutschland. Die Vorlesung Advanced Control unterscheidet sich jedoch schon von allem was ich bisher in Deutschland an Vorlesungen besucht habe. Ein großer Unterschied ist schon die Kursstärke. Die ganze Vorlesung findet mit nur 9 Studenten statt. Dementsprechend ist auch die Betreuung. In der Regel ist der Dozent nach 60 Minuten mit dem Stoff durch und steht für fragen zur Verfügung. Es ist eher ein miteinander lernen als der Frontalunterricht, den man aus Deutschland gewohnt ist.
Neben dem eigentlichen Aufbau der Vorlesung ist auch die Vermittlung des Stoffes erwähnenswert. Für fast jedes Problem was angesprochen wird, wir eine Verwendungsmöglichkeit in der Praxis aufgezeigt bzw. eine Lösungsmöglichkeit in MATLAB vorgeführt, so dass eine deutliche größere Praxisnähe geschaffen wird. Der Vortragende ermuntert auch dazu die selbstständig zu lösenden Aufgaben auf zwei verschiedene Arten zu bearbeiten, zum einen theoretisch, zum andern mit dem Computer. Und an dieser Stelle kommt der zweite große Unterschied zu Deutschland zum tragen. Der Dozent scheint die Ausbildung wirklch als seine Hauptaufgabe zu sehen und ist bereit sich viel Zeit zu nehmen. Wir sind aufgefordert worden für jedes Tutorium bei ihm im Büro vorbeizukommen und falls wir Probleme mit MATLAB/SIMULINK können wir sie ihm per E-Mail zuschicken und er hat angekündigt uns sie ggf. mit einer Korrektur zurückzusenden. Das ist wirklich Service seitens der Uni, der jedoch, was nicht unerwähnt bleiben soll, den Studenten auch mindestens 2500 Pfund/Semester wert sein muß.
Das zweite große Thema des Tages sind "Studierende". Das ist leider nicht ganz so gut zu bewerten wie die Leistung der Lehrenden, da es doch sehr schwer ist mit britischen Studierenden in Kontakt zu kommen. Noch kann ich mir von allen Briten die ich in meinen Kursen kennengelernt habe die Namen merken, was für mich eine echte Leistung ist. Sie heißen "Oki" und "Guy" - insgesamt also nur 6 Buchstaben.
Da ich die meißten Kurse im 3. bzw. 4. Jahr belege ist verständlicherweise das Interresse der anderen Studenten neue Leute kennenzulernen nicht mehr so vorhanden, so dass man um jeden Kontakt wirklich kämpfen muß.
Meine Hoffnung neue Leute kennenzulernen lag so etwas auf dem Group Design Workshop. Dort gab es leider nur einen etwas mäßigen Start. Insgesamt besteht meine Gruppe aus 5 Studenten, 4 Engländern und mir. Die anderen waren von Anfang an sehr distanziert. Auch die nächsten Meetings vermittelten nicht den Eindruck als ob sie an einer Zusammenarbeit sonderlich interressiert wären. Um genau zu sein fanden sie ohne mich statt, da ich über die Zeit nicht informiert worden bin. Wie man mir mitgeteilt hat wurde zumindest über unser Thema mittlerweile entschieden - Ultraleichtflugzeuge. Heute Abend habe ich eine E-Mail bekommen, dass wir uns morgen um 10 bei einem der anderen Studenten in der Wohnung treffe um unser Thema zu präzisieren und anschließend zu einem Flughafen zu fahren um weiter Informationen zu bekommen.
Ich bin wirklich sehr erfreut, dass ich in Zukunft auch an meinem Projekt teilhaben darf! Mal schauen was das morgen gibt, ich habe ja immernoch die Hoffnung, dass dieser schlechte Start auf einer unglücklichen Verkettung von Mißverständnissen beruht.
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