Thursday, October 13, 2005

Reparieren auf Englisch

re|pa|rie|ren [lat. reparare = wiederherstellen, ausbessern, aus: re- = wieder, zurück u. parare, ...]

So die Defintion eines deutschen Nachschlagewerkes. Ich bin mir nicht sicher, ob man in GB die gleiche Defintion verwenden würde. Nach meiner heutigen Erfahrung glaube ich eher nicht. Wie gestern beschrieben waren in unserer WG und in meinem Zimmer einige Dinge nicht mehr funktionsfähig, weswegen ich die Hausverwaltung gebeten habe diese Dinge zu reparieren (engl. to fix). Eines muß man ihnen lassen, auf Beschwerden wird echt schnell reagiert. Bereis um 12.30 Uhr, genau während meines Mittagsschlafes, hat es an der Tür geklopft und der sehr nett, wenn auch kaum zu verstehende Housekeeper kam um die Glühlampe über meinem Schreibtisch auszuwechseln. Schon da war ich sehr erstaunt, dass man bei einer Lampe, die die Form einer Leuchtstoffröhre hat, eine "Glühbirnenröhre" (habe ich in Deutschland noch nie gesehen) der EU Energieeffizienzklasse G als Leuchtmittel verwendet. Dem Atomstrom sei's gedankt.

Wie dem auch sei, dieser Teil hat also ganz gut geklappt. Als ich ihn jedoch noch mal auf die mittlerweile schriller und lauter brummende Lampe im Flur und das undichte Fenster hinwies meinte er, dass der Wartungszyklus für die Lampen im Flur eine Woche sei und die letzte Kontrolle am Montag war. Er könne an der Lampe leider nichts machen, da in ihr ein sehr wichtiges Notfalllicht integriert sei, das nur von einer externen Firma gewartet werden dürfe. Für das Fensterproblem hat er mir mehr Handtücher angeboten.
Als ich jedoch von meiner einstündigen Nachmittagsvorlesung zurückkam schien man sich jedoch ein paar mehr Gedanken gemacht zu haben, wie man die Probleme (die auch andere Zimmer betreffen) lösen könne. In unserer WG waren zwei Leute damit beschäftigt den Teppichboden zu reinigen, damit man sich nich immer über die duch eindringendes Wasser entstehenden Flecken ärgern muß. Da ich es jedoch geschafft habe auf meiner Fensterbank einen kleinen Damm zu errichten, der die Flut aufgehalten hat, mich an den Fleck vor meinem Fenster aus früheren Regengüssen gewöhnt habe und das Reinigungsmittel bestialisch gestunken hat, konnte ich sie überzeugen mein Zimmer auszulassen. Sie schienen sehr glücklich darüber, versprachen mir aber meinen Boden später zu reinigen, als Ausgleich sogar komplett. Klasse, das heißt jetzt, dass ich wochenlang mein Zimmer aufräumen muß, weil ich nie weiß wann sie kommen werden.

Ach ja, das problem mit dem wahnsinnig wichtigen, von einer externen Firma im Wochentakt geprüften, laut brummenden Notlicht hat sich auch erledigt. Man hat es jetzt duch ein großes Loch in der Decke ersetzt.

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