Lost in translation
Gestern Abend haben wir (Ami, Florian und ich) unseren ersten WG Videoabend gemacht. Ganz passend zum Aufendhalt in einem fremden Land haben wir "Lost in translation" geschaut. Da der ganze Film mit sehr wenigen Dialogen auskommt war er glaube ich für alle (für Ami sowieso) ganz gut zu verstehen.
Gerade mit Florian ist die Kommunikation sonst leider etwas schwierig. Er ist neben mir der einzige Maschienbauer in unserer Kitchen und ist zum ersten mal in England, so dass ihm gerade das gesprochene Englisch noch schwer fällt und es so immer wieder zu Mißverständnissen kommt.
Angefangen hat es bereits am ersten Abend, als er in die Küche kam und quasi gezwungen war sich vor der versammelten Mannschaft vorzustellen. Da außer Marion und Caroline natürlich keiner die französische Ausprache seines Namens verstehen geschweige denn nachsprechen konnte meinte Phil ob wir ihn einfach "Flo" nennen könnten. Florian machte ein sehr schockierte Gesicht und wiederholte seinen naben ein x-ten mal sehr langsam und mit Nachdruck. So das alle dachten: "Ok, Flo scheint er nicht zu mögen!". Ich habe ihn mittlerweile mal danach gefragt warum er "Flo" so garnicht mag. Seine Antwort war: "Warum, so nennen mich doch immer alle." Keine Ahnung was er da wieder verstanden hatte.
Gestern hat er dann versucht einen Kuchen zu backen. Und kam ganz erfreut mit einem Päckchen Trockenhefe vom einkaufen zurück. Als ich ihn gefragt habe ob er Kuchen immer mit Hefe back würde hat er nur geantwortet: "Hefe". Was soll man da noch sagen? Da ich ja aber seine Probleme kenne habe ich noch mal ganz langsam gesagt: "Ich nehme immer Backpulver zum Kuchen backen, Hefe nehme ich nur für Brot". Seine Antwort blieb die gleiche: "Hefe". Nun gut, er konnte es nicht ausformulieren, wußte aber immerhin schien er ganz genau zu wissen was er wollte.
Ich war eigentlich nicht sonderlich verwundert als ich seinen Kuchen sah. Es war praktisch ein Keks mit 20 cm Durchmesser. Da er sehr endtäuscht aussah habe ich einen weiteren Anlauf gewagt ihm zu erklären was sein Problem war. Ich habe ihm erzählt, dass Packpulver beim Backen reagiert und so das Gas welches den Kuchen aufbläht beim Backen freisetzt. Hefe jedoch aus lebenden Organismen (Pilzen) besteht, die vor dem Backen bei leichter Wärme das benötigte Gas produzieren. Und das diese Organismen es gar nicht mögen direkt nach dem wiederbeleben in einen auf 200° heißen Ofen geschoben zu werden, sie die Gasherstellung also sehr wahrscheinlich verweigern werden, was ein Nichtwachsen des Kuchens zur folge hat. Florian schien verstanden zu haben. Seine Antwort war: "Ahhh, Hefe!"
Gerade mit Florian ist die Kommunikation sonst leider etwas schwierig. Er ist neben mir der einzige Maschienbauer in unserer Kitchen und ist zum ersten mal in England, so dass ihm gerade das gesprochene Englisch noch schwer fällt und es so immer wieder zu Mißverständnissen kommt.
Angefangen hat es bereits am ersten Abend, als er in die Küche kam und quasi gezwungen war sich vor der versammelten Mannschaft vorzustellen. Da außer Marion und Caroline natürlich keiner die französische Ausprache seines Namens verstehen geschweige denn nachsprechen konnte meinte Phil ob wir ihn einfach "Flo" nennen könnten. Florian machte ein sehr schockierte Gesicht und wiederholte seinen naben ein x-ten mal sehr langsam und mit Nachdruck. So das alle dachten: "Ok, Flo scheint er nicht zu mögen!". Ich habe ihn mittlerweile mal danach gefragt warum er "Flo" so garnicht mag. Seine Antwort war: "Warum, so nennen mich doch immer alle." Keine Ahnung was er da wieder verstanden hatte.
Gestern hat er dann versucht einen Kuchen zu backen. Und kam ganz erfreut mit einem Päckchen Trockenhefe vom einkaufen zurück. Als ich ihn gefragt habe ob er Kuchen immer mit Hefe back würde hat er nur geantwortet: "Hefe". Was soll man da noch sagen? Da ich ja aber seine Probleme kenne habe ich noch mal ganz langsam gesagt: "Ich nehme immer Backpulver zum Kuchen backen, Hefe nehme ich nur für Brot". Seine Antwort blieb die gleiche: "Hefe". Nun gut, er konnte es nicht ausformulieren, wußte aber immerhin schien er ganz genau zu wissen was er wollte.
Ich war eigentlich nicht sonderlich verwundert als ich seinen Kuchen sah. Es war praktisch ein Keks mit 20 cm Durchmesser. Da er sehr endtäuscht aussah habe ich einen weiteren Anlauf gewagt ihm zu erklären was sein Problem war. Ich habe ihm erzählt, dass Packpulver beim Backen reagiert und so das Gas welches den Kuchen aufbläht beim Backen freisetzt. Hefe jedoch aus lebenden Organismen (Pilzen) besteht, die vor dem Backen bei leichter Wärme das benötigte Gas produzieren. Und das diese Organismen es gar nicht mögen direkt nach dem wiederbeleben in einen auf 200° heißen Ofen geschoben zu werden, sie die Gasherstellung also sehr wahrscheinlich verweigern werden, was ein Nichtwachsen des Kuchens zur folge hat. Florian schien verstanden zu haben. Seine Antwort war: "Ahhh, Hefe!"
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