Saturday, October 29, 2005

Nach 3 1/2 Jahren wieder Single

Mir fehlen die Worte.

Ende

Tuesday, October 25, 2005

Britshop

1,5 km ist normalerweise keine sonderlich große Entfernung, wenn man sie jedoch mit 2 Plastiktüten in jeder Hand und einem Rucksack voll mit Baked Beans Dosen und Safttüten laufen muß zieht sich die Streck schon ganz schön. Aus diesem Grund haben wir einen WG einkauf gestartet, für den wir ausgenutzt haben, dass wir 2 Autos hier haben. Da man vor dem Wohnheim nicht parken darf haben wir auf dem Rückweg nur kurz davor gehalten und alles schnell in den Fahrstuhl geworfen, so dass Yuki und ich es in die Küche bringen konnten, während Phil sich wieder auf Parkplatzsuche machen konnte. Wie man auf dem Bild sehen kann hat sich die Aktion wirklich gelohnt. Ich hoffe, dass ich die nächsten 2 Wochen keine Getränke mehr einkaufen muß.

Das die Kassiererinnen immer ewig brauchen wenn man bezahlen will habe ich ja glaube ich schon mal beschrieben. Man hat echt das Gefühlt sie lesen sich noch die nutrition hinweise durch um sicherzustellen, dass man auch von allen Nahrungsmittelgruppen genug bekommt. Vor ein paar Tagen habe ich es zum ersten mal gewagt den "Selfcheckout-Counter" zu benutzen. Dort kann man alles was man kaufen möchte selbst über einen Scanner ziehen und in Tüten packen. Was eine enorme Zeitersparniss mitsich bringt. Diese Automatikkasse ist wirklich erstaunlich, sie überwacht einen perfekt, ich habe nur meinen Schlüssel neben die Einkaufstüte gelegt und schon wurde ich mit einem penetranten "unexpected item in loading area" auf meinen Fehler hingewiesen, es könnte ja eine Packung Kaugummi sein. Leider hat man mir gesagt, dass ich die Kassen nur benutzen darf wenn ich Einkaufskörbe verwende, Einkaufwagen verboten. Na, mal schauen wieviele von den Körben ich tragen kann.

Sunday, October 23, 2005

Avebury

Heute war es mal wieder so weit, mein guter alter Vectra im Einsatz! Nach längeren Diskussionen über den perfekten Tag und kontroversen über die Abfahrzeit (ich war für 9, alle anderen für später) sind wir heute um 14 Uhr zu unserem ersten "WG-Ausflug" gestartet. Auf Grund des Wetters stand jedoch schon wieder alles auf der Kippe. Da der Regen mit dicken Tropfen und starkem Wind sich jedoch in einen feinen sprühregen mit mittelstarkem Wind und vereinzelten Schauern geändert hatte war praktisch das optimum erreicht, so dass alle bereit waren das Haus zu verlassen.
Das Ziel des Tages war Avebury, ein Ort mit einem ähnlichen Steinkreis wie Stonehenge. Nicht so schön, dafür deutlich größer und wie ich fand fast noch beeindruckender. Da im Mittelalter akuter Baustoffbedarf bestand und man scheinbar den tieferen sinn von Kreisförmig aufgestellten 3m Megalithen nicht ganz verstanden hat fehlen leider viele Steine. Um trotzdem einen guten Eindruck zu bekommen wurden die Fehlenden Steine durch Betonsäulen ersetzt. Das ist zwar nicht besonders stielvoll aber immerhin. Ausnahmsweise war das Betreten des Geländes sogar kostenlos, was jedoch wohl an der Tatsache liegt, dass das Arial riesig ist und das Dorf Averbury mitten drin liegt, eine Absperrung für alle Anwohner ein nicht unbedeutendes Ärgernis darstellen würde.
Ich habe die Chance genutzt an einem so geschichtsträchtigem Ort dem National Trust bezutreten, einer Organisation, die sich dem Erhalt alter Gebäude und schützenswerte Landschaften verschrieben hat. Es war schon ein bewegender Moment als ich im Regen auf einer Wiese, unter der aufklappbaren Hecktür eines Range Rovers die Durschrifft meines Aufnahmeantrages überreicht bekomme habe und per Handschlag in dieser alt ehrwürdigen englischen Organisation begrüßt wurde. Ich bin mir sicher, dass mein Ansehen in jedem Golfclub in dem Moment deutlich gestiegen ist. Was ich natürlich fast vergessen hätte zu erwähnen ist, dass ich jetzt freien Eintritt zu allen Sehenswürdigkeiten im Besitz des NT habe, wie Stonehenge,...

Wie man sieht, für mich also ein sehr erfolgreicher Tag. Ich glaube den anderen hat es auch gefallen. Ihnen fällt es bedauerlicherweise immer leichter sich zu beschweren was in GB alles nicht so toll ist (Wasser in den Schuhen, Matsch an der Hose, keine von Mama gemachten Baguette in prähistorischen Stätten) als sich über die viele Dinge zu freuen, die England zu bieten hat. (Wasser in den Schuhen, Matsch an der Hose, keine Freßbuden an prähistorischen Stätten)

Saturday, October 22, 2005

Cheese

Im Stockwerk unter uns war heute Party angesagt. Leider kamen längst nicht so viele Leute wie geplant, so dass man doch seeeeeeeeeehr viel Platz hatte sich nett zu unterhalten. Die Tatsache, dass die "Partyzone" auf zwei Räume verteilt wurde hat mit sicherheit auch nicht sonderlich geholfen. Im Clubroom hämmerten aus zwei 10x20cm Boxen die besten Sounds aus der Dance Szene. Ein wirklich professionell ausgerüsteter DJ (Turntables, 100te CDs, leider keine entsprechende Anlage) hat bis zu seinem Alkohol bedingten Ausscheiden eine perfekete Mischung aus Top Hits und Klassiker einer Musik aufgelegt, die ich leider gar nicht ausstehen kann.
So blieb mir also nichts anderes übrig als zwischen Cill out zone (Flur) und dem Cheese Room (10m² Zimmer mit Computerboxen) hin und her zu pendeln. "Cheese" gehört zu den Worten, die ich hier neu gelernt habe. Übersetzen würde ich es mit "eine Mischung aus voll scheiße, kenne ich schon seit dem ich sprechen kann aber irgendwie cool". Da im Cheese Room leider das erste überwog sitze ich jetzt an meinem Rechner und werde gleich schlafen gehen.

Friday, October 21, 2005

Group Design Project

Wie ich gestern schon erwähnt habe belege ich dieses und nächstes Semester eine "Vorlesung" die sich "Group Design Project" nennt. Hierbei geht es darum, dass in einer Gruppe zu einem Thema erst eine Menge Theorie zusammengetragen und danach praktisch daran gearbeitet wird.
Das ist Praktisch alles was an Vorgaben besteht. Meine Gruppe, die aus 4 Sportings und einem Fahrzeugtechniker besteht hat sich für das glorreiche Thema Ultraleichflugzeuge entschieden. Irgendwie lag das Thema ja auf der Hand, was soll man sonst machen, wenn man sich bisher hauptsächlich mit Tennis/Golfschlägern bzw. Radaufhängungen und Bremsen beschäftig und noch nie etwas über Aerodynamik gehört hat.
Wie dem auch sei, nach dem, wie bereits erwähnt, etwas verpatzten Start haben wir uns heute endlich mal alle getroffen um unser Thema etwas zu präzisieren. Rausgekomme ist dabei, dass wir uns auf Flügel, Gestell, Räder, Bremsen, Motor, Propeller, Aerodynamik, Materialien, Sicherheitssysteme, gesetztliche Grundlagen, wirtschaftliche Zusammenhänge und Schadensanalyse im zusammenhang mit Ultraleichtfliegern beschränken wollen. Man gut, dass wir uns auf einen größten gemeinsamen Nenner einigen konnten.
Von diesem aus meiner sicht etwas zweifelhaften Ergebnis des theoretischen Teils unseres Treffens abgesehen war mein Eindruck jedoch deutlich positiver als bisher. Mittlerweile haben mir alle Beteiligten ihren Namen gesagt und scheinen auch gewillt mir mir zu reden. Eigentlich war es sogar ganz nett.

Nach diesem vorbereitenden Treffen haben wir das gemacht, was am naheliegensten war. Wir haben uns in ein Auto gesetzt und sind zu einem Flugfeld gefahren um uns mal anzuschauen, was so ein Ultraleichflugzeug überhaupt ist. (Zumindest 2 von 5 schienen außder dem Namen nicht viel mehr zu wissen.) Dank eines sehr netten Piloten und eines Mechanikers ist bei diesem Besuch doch erstaunlich viel rausgekommen. Mittlerweile hat glaube ich jeder eine ungefähre Vorstellung wie so ein Gerät funktioniert, es ist allen klar geworden, dass eine weitere Präzisierung der Aufgabenstellung notwendig ist und wir haben, was für mich das Beste ist, Adressen von mehreren Herstellern erhalten mit denen wir uns in Verbindung setzen können.
Was das Projekt angeht ein echt guter Tag, schade nur, dass ich dadurch alle Vorlesungen verpasst habe.

Thursday, October 20, 2005

Studieren und Studierende

Ich habe lange darauf gewartet diesen Artikel verfassen zu können. Irgendwie ist immer ein "wichtigeres" Thema dazwischen gekommen. Das heißt, wichtiger als studieren geht ja eigentlich garnicht, denn das ist ja der Hauptgrund meines Aufenthaltes.

Also, what am I doing here? Zu erst natürlich Vorlesungen. Das war wie bereits mehrfach erwähnt nicht so leicht, aber jetzt habe ich alles zusamme und es wird mir anerkannt! Ich belege Vehicle Engineering, Vehicle Dynamics, Fluid Power, Advanced Control Systems und ein Group Design Project. Die ersten drei Vorlesungen entsprechen denke ich ziemlich genau den Vorlesungen in Deutschland. Die Vorlesung Advanced Control unterscheidet sich jedoch schon von allem was ich bisher in Deutschland an Vorlesungen besucht habe. Ein großer Unterschied ist schon die Kursstärke. Die ganze Vorlesung findet mit nur 9 Studenten statt. Dementsprechend ist auch die Betreuung. In der Regel ist der Dozent nach 60 Minuten mit dem Stoff durch und steht für fragen zur Verfügung. Es ist eher ein miteinander lernen als der Frontalunterricht, den man aus Deutschland gewohnt ist.
Neben dem eigentlichen Aufbau der Vorlesung ist auch die Vermittlung des Stoffes erwähnenswert. Für fast jedes Problem was angesprochen wird, wir eine Verwendungsmöglichkeit in der Praxis aufgezeigt bzw. eine Lösungsmöglichkeit in MATLAB vorgeführt, so dass eine deutliche größere Praxisnähe geschaffen wird. Der Vortragende ermuntert auch dazu die selbstständig zu lösenden Aufgaben auf zwei verschiedene Arten zu bearbeiten, zum einen theoretisch, zum andern mit dem Computer. Und an dieser Stelle kommt der zweite große Unterschied zu Deutschland zum tragen. Der Dozent scheint die Ausbildung wirklch als seine Hauptaufgabe zu sehen und ist bereit sich viel Zeit zu nehmen. Wir sind aufgefordert worden für jedes Tutorium bei ihm im Büro vorbeizukommen und falls wir Probleme mit MATLAB/SIMULINK können wir sie ihm per E-Mail zuschicken und er hat angekündigt uns sie ggf. mit einer Korrektur zurückzusenden. Das ist wirklich Service seitens der Uni, der jedoch, was nicht unerwähnt bleiben soll, den Studenten auch mindestens 2500 Pfund/Semester wert sein muß.

Das zweite große Thema des Tages sind "Studierende". Das ist leider nicht ganz so gut zu bewerten wie die Leistung der Lehrenden, da es doch sehr schwer ist mit britischen Studierenden in Kontakt zu kommen. Noch kann ich mir von allen Briten die ich in meinen Kursen kennengelernt habe die Namen merken, was für mich eine echte Leistung ist. Sie heißen "Oki" und "Guy" - insgesamt also nur 6 Buchstaben.
Da ich die meißten Kurse im 3. bzw. 4. Jahr belege ist verständlicherweise das Interresse der anderen Studenten neue Leute kennenzulernen nicht mehr so vorhanden, so dass man um jeden Kontakt wirklich kämpfen muß.

Meine Hoffnung neue Leute kennenzulernen lag so etwas auf dem Group Design Workshop. Dort gab es leider nur einen etwas mäßigen Start. Insgesamt besteht meine Gruppe aus 5 Studenten, 4 Engländern und mir. Die anderen waren von Anfang an sehr distanziert. Auch die nächsten Meetings vermittelten nicht den Eindruck als ob sie an einer Zusammenarbeit sonderlich interressiert wären. Um genau zu sein fanden sie ohne mich statt, da ich über die Zeit nicht informiert worden bin. Wie man mir mitgeteilt hat wurde zumindest über unser Thema mittlerweile entschieden - Ultraleichtflugzeuge. Heute Abend habe ich eine E-Mail bekommen, dass wir uns morgen um 10 bei einem der anderen Studenten in der Wohnung treffe um unser Thema zu präzisieren und anschließend zu einem Flughafen zu fahren um weiter Informationen zu bekommen.
Ich bin wirklich sehr erfreut, dass ich in Zukunft auch an meinem Projekt teilhaben darf! Mal schauen was das morgen gibt, ich habe ja immernoch die Hoffnung, dass dieser schlechte Start auf einer unglücklichen Verkettung von Mißverständnissen beruht.

Wednesday, October 19, 2005

Barefoot Gen

In Bath ist momentan ein Filmfestival, natürlich nicht so groß wie die Berlinale, aber immerhin 50 Filme in 18 Tagen. Ich selbst wäre darauf wahrscheinlich nicht aufmerksam geworden, wenn Yuki mich nicht gefragt hätte ob ich mit ihr einen japanischen Zeichentrickfilm über die Atombombe von Hiroschima sehen wollte.
Zeichentrickfilm hört sich immer nach netter Unterhaltung für Kinder an, das war dieser Film jedoch, wie schon das Thema vermuten lässt ganz und gar nicht. Ich glaube ich habe soetwas in der Art noch nie gesehen und bezweifel, dass man einen Film in der Art in Europa produzieren würde. Zum einen war er im Stiel der "traditionellen" Mangas gemacht, was auf grund der übergroßen Augen etc. eine besondere Art der Gefühlsdarstellung zulässt. Zum anderen hatten die Bilder nichts mit den schönen, einschläfernden Zeichnungen der Walt Disney Filme gemein. Die verschiedenen Szenen sind mit einer solchen Grausamkeit dargestellt worden, wie es wahrscheinlich in den meißten Horrofilmen nicht gemacht worden wäre. Insgesamt hatte der Film so eine sehr beeindruckende Wirkung auf einen.
Derjenige, der den Film angesagt hat, hat es glaube ich ganz gut getroffen: "Normalerweise sage ich 'genießen sie den Film', diese Art der Ansagen wird aber heute nicht passen. Deswegen sage ich 'lassen sie den Film auf sich wirken, er wird sie noch eine weile beschäftigen'." (relativ frei übersetzt)

Monday, October 17, 2005

Lost in translation

Gestern Abend haben wir (Ami, Florian und ich) unseren ersten WG Videoabend gemacht. Ganz passend zum Aufendhalt in einem fremden Land haben wir "Lost in translation" geschaut. Da der ganze Film mit sehr wenigen Dialogen auskommt war er glaube ich für alle (für Ami sowieso) ganz gut zu verstehen.
Gerade mit Florian ist die Kommunikation sonst leider etwas schwierig. Er ist neben mir der einzige Maschienbauer in unserer Kitchen und ist zum ersten mal in England, so dass ihm gerade das gesprochene Englisch noch schwer fällt und es so immer wieder zu Mißverständnissen kommt.
Angefangen hat es bereits am ersten Abend, als er in die Küche kam und quasi gezwungen war sich vor der versammelten Mannschaft vorzustellen. Da außer Marion und Caroline natürlich keiner die französische Ausprache seines Namens verstehen geschweige denn nachsprechen konnte meinte Phil ob wir ihn einfach "Flo" nennen könnten. Florian machte ein sehr schockierte Gesicht und wiederholte seinen naben ein x-ten mal sehr langsam und mit Nachdruck. So das alle dachten: "Ok, Flo scheint er nicht zu mögen!". Ich habe ihn mittlerweile mal danach gefragt warum er "Flo" so garnicht mag. Seine Antwort war: "Warum, so nennen mich doch immer alle." Keine Ahnung was er da wieder verstanden hatte.
Gestern hat er dann versucht einen Kuchen zu backen. Und kam ganz erfreut mit einem Päckchen Trockenhefe vom einkaufen zurück. Als ich ihn gefragt habe ob er Kuchen immer mit Hefe back würde hat er nur geantwortet: "Hefe". Was soll man da noch sagen? Da ich ja aber seine Probleme kenne habe ich noch mal ganz langsam gesagt: "Ich nehme immer Backpulver zum Kuchen backen, Hefe nehme ich nur für Brot". Seine Antwort blieb die gleiche: "Hefe". Nun gut, er konnte es nicht ausformulieren, wußte aber immerhin schien er ganz genau zu wissen was er wollte.
Ich war eigentlich nicht sonderlich verwundert als ich seinen Kuchen sah. Es war praktisch ein Keks mit 20 cm Durchmesser. Da er sehr endtäuscht aussah habe ich einen weiteren Anlauf gewagt ihm zu erklären was sein Problem war. Ich habe ihm erzählt, dass Packpulver beim Backen reagiert und so das Gas welches den Kuchen aufbläht beim Backen freisetzt. Hefe jedoch aus lebenden Organismen (Pilzen) besteht, die vor dem Backen bei leichter Wärme das benötigte Gas produzieren. Und das diese Organismen es gar nicht mögen direkt nach dem wiederbeleben in einen auf 200° heißen Ofen geschoben zu werden, sie die Gasherstellung also sehr wahrscheinlich verweigern werden, was ein Nichtwachsen des Kuchens zur folge hat. Florian schien verstanden zu haben. Seine Antwort war: "Ahhh, Hefe!"

Saturday, October 15, 2005

Eco no me

Da ca. die hälfte meiner WG dieses Wochenende Freund oder Freundin zu besuch hat lag es an mir mich selbst zu beschäftigen.
So habe ich ca. den halben Tag damit verbracht durch die Stadt und verschiedene Supermärkte zu schlendern um nach Sachen zu schauen, die gerne gekauft hätte, aber nich finden konnte. Ziehen wir Bilanz, es gibt:

- Viel Fertigprodukte
- Viel Vergleichende Werbung
- Viel Beef, wenig Pork
- Milch in 3L Packungen
- Marmaid

Es gibt nach einigem Suchen:
- Yoghurt ohne alles
- Ein neues Mikrophon mit USB-Anschluß
- Haltbare Milch (steht beim Saft)

Es gibt nicht:
- Schwarzbrot
- Salatkräutermischungen
- Braune Schucreme
- Mülltrennung (wie man nach dem Einkaufen feststellt)

Dafür gibt es in der Innenstadt jedoch eine menge netter Leute, die einem beim endlosen Suchen bei laune halten. Zum Beispiel Soldaten, die völlig ahnungslose Abiturienten werben wollen und etwas komisch schauen wenn man ihnen sagt, dass man schon bei dem Karnevalsverein gewesen ist.
Am Samstag ist die ganze Hauptstrasse voll mit Leute die Spenden wollen oder einem Zeitungen andrehen. (Die wird man am besten wieder los in dem man sie völlig entsetzt anschaut und auf Deutsch sagt: "Es tut mir leid, aber ich verstehe leider kein Englisch.")
Außerdem sind überall Straßenkünstler. Für die gelten ganz bestimmte Regeln in Bath. Jeder der möchte darf sich auf die Straße stellen und etwas vorführen. Nach einer Stunde muß er sich jedoch einen neuen Platz suchen, der außerhalbt der Sichtweite seines alten liegt. Die Bestimmung gilt nicht für Künstler mit lauten Instrumenten, wie z.B. einem Schlagzeug, die müssen alle 30 Minuten wechseln.

Friday, October 14, 2005

Silikon

Der heutige Tag war im wesentlichen vom gestrigen Abend geprägt. Da mich eine akute müdigkeit heimgesucht hat haben sich meine Aktivitäten im wesentlichen darauf beschränkt in einigen Büchern etwas über die "Z-Transformation" bzw. über Fahrzeugverhalten zu lesen.
In sachen Fenster hat die Wohnheimverwaltung einen neuen Versuch gestartet das Problem zu beheben. Es kam jemand, der zwischen Fenster und Fensterbank bzw. zwischen Fensterbank und Wand eine größere Menge Silikon gespritzt hat. Da durch diese Stellen kein Wasser kommt und eigentlich auch nicht kommen kann war der einzig nenneswerte Effekt ein penetranter Essigsäuregeruch in meinem Zimmer.
Vielleicht denke ich einfach zu viel nach, aber ich konnte es mir nicht verkneifen ihn darauf hinzuweisen, dass das Probelem an einer ganz anderen Stelle lag. Er meinte, dass er sich das schon gedacht hätte, man ihm aber aufgetragen hätte erst mal etwas Silikon auf der Fensterbank zu verteilen. - Vielen Dank, ich kippe demnächst auch Seife auf den Flur wenn der Herd dreckig ist.

Social

Eigentlich wollte ich ja heute über Studieren in Bath schreiben, "leider" ist genügend anderes passiert, als das genügend anderen Stoff hatte. Heute Abend war ein Treffen (Social gennant) von der Mountaineering Society. Angefangen hat es in einem Pub, aufgehört hat es im T's, einem Club unter der "berühmten Brücke".
Wären hätten mich nicht Caroline und Yuki motiviert wäre ich wahrscheinlich nach dem Pub nach Hause gegangen, so ist es aber mal wieder ein (für England) ziemlich langer und lustiger Abend geworden. Ich bin echt froh, dass meine Vorlesungen morgen um 14 Uhr beginnen.
Erik hat echt recht gehabt, Yuki ist "flippig"! Die beiden haben es geschafft mich dazu zu brigen, mit ihnen zu dritt auf einer Box um eine Stange zu tanzen!

Thursday, October 13, 2005

Reparieren auf Englisch

re|pa|rie|ren [lat. reparare = wiederherstellen, ausbessern, aus: re- = wieder, zurück u. parare, ...]

So die Defintion eines deutschen Nachschlagewerkes. Ich bin mir nicht sicher, ob man in GB die gleiche Defintion verwenden würde. Nach meiner heutigen Erfahrung glaube ich eher nicht. Wie gestern beschrieben waren in unserer WG und in meinem Zimmer einige Dinge nicht mehr funktionsfähig, weswegen ich die Hausverwaltung gebeten habe diese Dinge zu reparieren (engl. to fix). Eines muß man ihnen lassen, auf Beschwerden wird echt schnell reagiert. Bereis um 12.30 Uhr, genau während meines Mittagsschlafes, hat es an der Tür geklopft und der sehr nett, wenn auch kaum zu verstehende Housekeeper kam um die Glühlampe über meinem Schreibtisch auszuwechseln. Schon da war ich sehr erstaunt, dass man bei einer Lampe, die die Form einer Leuchtstoffröhre hat, eine "Glühbirnenröhre" (habe ich in Deutschland noch nie gesehen) der EU Energieeffizienzklasse G als Leuchtmittel verwendet. Dem Atomstrom sei's gedankt.

Wie dem auch sei, dieser Teil hat also ganz gut geklappt. Als ich ihn jedoch noch mal auf die mittlerweile schriller und lauter brummende Lampe im Flur und das undichte Fenster hinwies meinte er, dass der Wartungszyklus für die Lampen im Flur eine Woche sei und die letzte Kontrolle am Montag war. Er könne an der Lampe leider nichts machen, da in ihr ein sehr wichtiges Notfalllicht integriert sei, das nur von einer externen Firma gewartet werden dürfe. Für das Fensterproblem hat er mir mehr Handtücher angeboten.
Als ich jedoch von meiner einstündigen Nachmittagsvorlesung zurückkam schien man sich jedoch ein paar mehr Gedanken gemacht zu haben, wie man die Probleme (die auch andere Zimmer betreffen) lösen könne. In unserer WG waren zwei Leute damit beschäftigt den Teppichboden zu reinigen, damit man sich nich immer über die duch eindringendes Wasser entstehenden Flecken ärgern muß. Da ich es jedoch geschafft habe auf meiner Fensterbank einen kleinen Damm zu errichten, der die Flut aufgehalten hat, mich an den Fleck vor meinem Fenster aus früheren Regengüssen gewöhnt habe und das Reinigungsmittel bestialisch gestunken hat, konnte ich sie überzeugen mein Zimmer auszulassen. Sie schienen sehr glücklich darüber, versprachen mir aber meinen Boden später zu reinigen, als Ausgleich sogar komplett. Klasse, das heißt jetzt, dass ich wochenlang mein Zimmer aufräumen muß, weil ich nie weiß wann sie kommen werden.

Ach ja, das problem mit dem wahnsinnig wichtigen, von einer externen Firma im Wochentakt geprüften, laut brummenden Notlicht hat sich auch erledigt. Man hat es jetzt duch ein großes Loch in der Decke ersetzt.

Wednesday, October 12, 2005

Regen

Na, da haben wir's endlich, echt britisches Mistwetter. Ganz wie Forrest Gump es beschrieben hat, leichter Regen, stärkerer Regen, Regen von der Seite, Regen mit starkem Wind, regen von Unten...
Der Regen bringt zwei gravierende Nachteile mitsich. Erstens ist mein Fenster wenn es richtig schlimm wird nicht dich, so dass sich ein kleiner, jedoch beständig wachsender Strom in mein Zimmer ergießt. Zweitens, was mindestens genauso schlimm ist, kann ich mein Fenster nicht öffnen, so dass mit jeder Stunde Regen die Temperatur weiter steigt.

Zumindest das erste Problem könnte sich morgen lösen, da dann jemand kommen wird, der eine, seit einem Stromausfall laut brummende Lampe auf dem Flur, evtl. meine Schreibtischlampe und hoffentlich auch alle Fenster repariert. (Mein Fenster ist nicht das einzige das Leckt, in der Küche und bei Yuki sieht es noch deutlich schlimmer aus.)

Tuesday, October 11, 2005

IKEA

Endlich habe ich mehr als nur einen Kleiderschrank mit einer Stange ohne Bügel! Heute waren Marion und ich bei IKEA und haben eingekauft. Endlich kann ich etwas ordnung in die Bude bringen! Da direkt neben IKEA noch ein Tesco war sind wir auch noch Lebendsmittel für die nächsten Wochen einkaufen gegangen. Das war mal sehr praktisch, da ich einfach vor dem Wohnheim gehalten habe und alles in den Aufzug schmeißen konnte. Normalerweise kaufe ich bei Sainsburys ein, was ca. 1 km entfernt ist und demnach mit einiger Schlepperei verbunden ist.
Zu guter letzt habe ich dank Phil auch noch einen relativ nahen (ca. 10 min zu Fuß) Parkplatz für mein Auto gefunden.

Club@Bath

Hier sind wir nun wieder. Und endlich weiß ich was es bedeutet in einen Englischen Club zu gehen. Zu aller erst sind schicke Schuhe angesagt. Ziemlich albern, aber wenn man nicht auf den richtigen Dresscode achtet ist es sehr wahrscheinlich, dass einem der Einlass verweigert wird. Die Brits sind halt gerne unter ihres gleichen.
Hat man es dann aber am Türsteher, durch die Menge, an der Bar vorbei, die Treppe runter, durch die Brandschutztür in den Keller geschafft ist man mitten in der Partyzone. Hier heißt es nun sich möglichst schnell anzupassen. Für mich bedeutet das zu ziemlich bescheidener Musik ziemlich lange spackige Bewegungen zu machen. Da der Weißwein über die hälfte Reduziert angeboten wurde (nur 7 Pfund die Flasche Aldiwein) und ich schon den ganzen Tag gute Laune hatte, hat das aber nicht weiter gestört und ich konnte weiter versuchen mit unbekannten Kulturen anzunähern.
So gab es zum beispiel Spanier, die wie Gockel versuch haben mit jedem Mädchen ins Gespräch zu kommen, das weniger als 30cm² Stoff am Körper hatte; Mädchen, die weniger als 30cm³ Stoff am Körper hatten und versuchten nicht Tussig zu wirken und Rugbyspieler die glaube ich einfach nur betrunken waren. Und an genau sind wir dann auch geraten. Erst ich, weil er glaube ich mitbekommen hat wie ich ihn mit aufgeblasenen Backen nachgemacht habe. Dann Caroline, die nach einer wilden Dancenummer von ihm auf den Boden geschmissen und mit Beischlafbewegungen versehen wurde. Sie löste das Problem, in dem sie ihn anstädigt ohrfeigte. Es viel wohl etwas heftiger aus als von ihr geplant, aber sie meinte nur "I thought he could take some more!"

Halb 1 hat es und dann gereicht und wir beschlosse nach Hause zu gehen. Unglücklicher weise lag der Club direkt neben einer Pizzeria, so dass in der ganzen Straße der Duft friescher Pizza lag. Glücklicher Weise kamen gerade zwei Typen mit 3 Pizzen raus und Caroline hatte den genialen Einfall zu sagen "oh, that's great, I think one of those is ours". Die Antwort war war einfach: "Yes, of course, take one!" - So she did.

Monday, October 10, 2005

Underdressed

Na, da haben wir's mal wieder. Falsches Outfit zum falschen Zeitpunkt. Nicht dass es mich wirklich stören würde, aber die "Neusprachler" haben eine Party organisiert, in einem richtigen Club und ich weiß nicht ob wir reingekommen wären, wenn wir nicht die ersten gewesen wären. - Gleich zwei fehler auf einmal.
Glücklicherweise war es dieses mal nicht mein Fehler, Marion hatte wohl die E-Mail falsch verstanden. Auf jeden fall sind wir jetzt wieder zu Hause um uns umzuziehen und noch einen schluck zu trinken. Der Club sieht es ziemlich gut aus und er hat länger als 11 geöffnet!

Sunday, October 09, 2005

Schakesbeer

Mal wieder ein Bericht nach einem Ausflug vom International Office. Heute ging es nach Stratford upon Avon und nach Warwick Castle. Stratford hat geschichtlich wohl so einiges zu bieten, das soll ein Shakespeare geboren sein. Da da er da auch noch gelebt hat und letztendlich dort auch noch gestorben ist findet man seine Hinterlassenschaften immer noch an jeder Ecke. Die Grenze zwischen Geschichte und Kommerz verlief mal wieder fließend. Da uns jedoch Musiker aus dem Mittelalter noch nie interressiert haben sind wir statt ins Shakespearehaus ins Teddybärenmuseum gegangen. Das war eigentlich auch viel niedlicher und lehrreicher. Es ist wirklcih erstaunlich, wie eine einzelne Frau es fertig bringt ein ganzes Haus nur mit Stofftieren zu füllen... richtigen Raritäten waren dabei! Weiß jemand, was ein Velociped ist?
Die Stadt an sich war ganz nett, halt mal wieder eine Stadt in England. Ich habe das Gefühl die sehen alle gleich aus. Für die nächsten Ausflüge habe ich beschlossen mir keine Städte mehr anzusehen, sondern nur noch bestimmt Ziele anzufahren oder die Landschaft zu genießen. Die ist nämlich meiner Meinung nach schon etwas besonderes.

Am Nachmittag ging es dann nach Warwick, bzw. nach Warwick Castle, für mich das Highlight der Tour. Dabei handelt es sich um ein wirklich schön erhaltenes Schloß, in dem Geschichte zum anfassen präsentiert wird. Man konnte durch verschiedene Räume gehen, in denen Wachsfiguren das alltägliche Leben darstellten, auf Türme klettern, in den Kerker kriechen und durch den Ballsaal "flanieren". Insgesamt ein Teil englischer Geschichte sehr romantisch hübsch aufbereitet und mit möglichst wenig Informationen dargestellt. Man konnte das Gefühl bekommen, dass sogar ein US-Präsident verstehen könnte worum es geht. Damit man auch gut nachvollziehen konnte, dass Krieg schon damals was ganz tolles war gab es lauter Helme und Waffen zum ausprobieren. Wir haben es genutzt um ein paar weitere, deppige Fotos zu machen.

Saturday, October 08, 2005

Sicherheit

Heute haben wir einen vom International Office organisierten Ausflug nach Bristol gemacht. Bristol ist die größte Stadt Südenglands und mit dem Zug nur 20 Minuten entfernt. Wir sind jedoch mit dem Bus gefahren, so dass die Fahr ca. 45 Minuten gedauert hat. Auf dem Programm stand "Panoramic coach tour", was in unserem Fall bedeutete, dass wir im Bus sitzen geblieben sind und ein Guide dazu kam. Wir sind dann ca.2 Stunden duch Bristol gekutscht und sind an allerlei mehr oder weniger interressanten Dingen vorbeigefahren.
Da nach der Stadtrundfahrt das Frühstück schon wieder einige Stunden her war und noch einige Stunden in Bristol vor uns lagen haben wir uns erst mal ein ein Pub gesetzt (ich verzichte mal auf ein weiteres, Gruppenfoto) und etwas gegessen. Etwas auffällig war dabei das kleine, sich von Zeit zu Zeit bewegende Etwas an der Wand. Die Briten scheinen es mit der Überwachung schon sehr genau zu nehmen, an jeder Kreuzung, in praktisch jedem Pub, an Überland- straßen, einfach überall sind Überwachungskameras. Und wenn man mal keine sieht dann findet man bestimmt irgendwo ein Schild auf dem steht "C.C.T.V" was einen freudlicherweise darauf hinweist, dass man von einer Kamera beobachtet wird, die man vielleicht noch nicht gesehen hat.
Ich habe mein Zimmer auch schon abgesucht, konnte aber nichts finden. Die tatsache, dass man uns verboten hat die Feuermelder zu bedecken macht mich aber schon stutzig. Ich glaube ich werde vorsichthalber weiterhin darauf verzichten das Studentenwerkstelephon zu benutzen, wer weiß was darin versteckt ist.

Friday, October 07, 2005

Sprachenwirrwar

Die Küche wird immer mehr zum Treffpunkt für alle die sich unterhalten wollen. Für uns Austauschstudenten ist natürlich besonders praktisch, dass wir 3 Muttersprachler in unserer WG haben. Heute morgen hat Phil angefangen uns zu berichtigen wenn wir etwas falsch sagen, was ich sehr nett finde, aber ihm hat das Kauderwelch vielleicht einfach gereicht. Auf jeden Fall haben sich die anderen beiden ihm angeschlossen, so dass hoffentlich bald mit einer deutlichen verbesserung unserer Sprachkenntnisse zu rechnen ist.
Ich hoffe sehr, dass ich nicht noch andere Akzente übernehme. "I kant er yu? Gen yu exblain ite to mè?" Zu allem Überfluß wollte Caroline gestern noch ein paar Deutsche Worte lernen, die sie sich übrigens selbst ausgesucht hat. Deswegen haben wir jetzt nehmen einem sich wirklich bemühenden Franzosen auch noch eine Kanadierin, die regelmäßig "Kartoffel" oder "begifft" sagt.

Management

Gestern Abend was ausnahmsweise mal wieder Party angesagt. Erst ging es zur Amity induction party, wo ich meinen Tutor treffen wollte. Leider komme ich / kommen wir mit den Ausgehzeiten hier noch nicht so ganz klar, weswegen wir (Caroline und ich) mit etwas Zeitverzögerung ankamen und mein Tutor die Party bereits wieder verlassen hatte. Schade, aber letztendlich auch nicht so schlimm, da die Party eher eine nette Quizrunde war. Wir haben uns dann de Crazy Banana Team angeschlossen und versucht eine Packung Kugelschreiber zu gewinnen. Es lief eigentlich gar nicht schlecht, aber wir hatten einen Amerikaner im Team, der dem dummen Deutschen keine Antwort abnehmen wollte. "Einzige Hauptstadt mit Z?" Ich sagte Zagrab, er Zaire, seine Antwort wurde gewählt, kein Punkt. "In welcher Hauptstadt wurder Franz Ferdinand ermordet, was der Auslöser für den 1. Weltkrieg war?" Ich sagte Sarajewo, er sagte Budapest, seine Antwort wurde gewählt, kein Punkt. Naja, ich bin ja hingeganen um neue Leute kennen zu lernen und nicht um eine transatlantische Kriese bezügliche Allgmeinbildung auszulösen also habe ich unsere Ergebnisse nicht weiter kommentiert.

Als die erste Party um 8.30 beendet war hat mich Caroline mit zu ihrer Management Party genommen. Sie meinte ich hätte mich am Tag vorher perfekt als Postgraduate verkauft, so dass es mir bestimmt gelingen würde auch als Management Student durchzugehen. Nachdem ich ja schon in BS profunde Kenntnisse in sachen Break Point gesammelt habe dachte ich auch, dass das eine machbare Aufgabe sei.
So habe ich also innerhalb 48 Stunden 2 mal meinen Studiengang gewechselt um auf eine Party gehen zu können und begann im 3. Semester Management mit Schwerpunkt Marketing zu studieren. Die Verwandlung war relativ einfach, rasieren, Hemd anziehen, Turnschuhe gegen Lederschuhe tauschen und sich sich selbst sagen wie viel Spaß man daran hat anderen seine Produkte zu verkaufen. Abgenommen hat mir die Geschichte an dem Abend jeder und auch sonst hat sich der "Aufwand" echt gelohnt. Die Managementleute haben sich anständig ins Zeug gelegt. Sie haben ein echt nettes schicki micki Pub gemietet, reichlich Rot- und Weißwein bereitgestellt und nicht zu wenige Häppchen für den verwöhnten Businessgaumen geordert. Am Anfang habe ich es echt bedauert, dass die Party wieder um 11 vorbei sein würde. Als Caroline jedoch ihr zweites Glas Rotwein umgeschmissen und damit auch endlich mich getroffen hatte war es glaube ich keine schlechte Entscheidung sie um 22.45 nach Hause zu begleiten. Ich bezweifel, dass sie andernfalls den Weg gefunden hätte.

Für mich endete ein netter Abend dann jedenfalls ziemlich unrühmlich mit dem (hoffentlich erfolgreichen) Versuch meine Klamotten in meinem Waschbecken zu reinigen.

Thursday, October 06, 2005

11 Uhr

Ich bin gerade von einer echt lustigen Party zurückgekommen. Eigentlich hätte ich das ja garnicht sein dürfen, weil noch keinen Abschluß haben...glücklicherweise kannte Caroline jemanden am Einlaß. Die stellen sich hier ziemlich an UG ohne Abschluß, PG mit Abschluß, sprich Batchelor. Das ich schon genausolange Studiert habe und älter bin als viele der PGs interressiert hier irgendwie keinen.
Aber zumindest was die Party angeht hat es für mich ja eh keinen großen Unterschied gemacht, um 22.45 war schluß, egal ob UG oder PG.

(Ach ja, das Photo zeigt unsere WG, diesesmal mit Yuki und einen Amerikaner aus dem 3. Stock in einem Pub, nach der Belehrung am Dienstag)

Wednesday, October 05, 2005

Compulsory

Heute hat der Tag mit 2 Vorlesungen (jeweils 45 Min.) begonnen, die, da die Tutorien noch nicht stattfinden, zu einer sehr studentischen Zeit (gegen 11.15 Uhr). Danach habe ich meinen Departmental Coordinator besuch um abzuklären welche Kurse ich nun belegen darf. Wie es scheint wendet sich aber doch alles zum guten. Nur ein Kurs ist noch offen, alle anderen habe ich doch bekommmen oder ich habe einen Ersatz gefunden. Perfekt ist es nicht, aber wie es scheint "verliere" ich nicht zu viel Zeit.
Der Nachmittag war deutlich interressanter, denn da gab es eine Sports Fair, auf der man sich für alle möglichen Sport Clubs einschreiben konnte. Das kostet ca. 15 Pfund pro Club, dafür bekommt man aber in der Regel auch einiges Geboten. Ich selbst habe mich für den Mountaineering Club angemeldet. Wenn ich alles richtig Verstanden habe werden sie in Zukuft jede Woche Ausflüge nach Bristol zum Klettern (Kletterwand) organisieren und sobald das Wetter besser ist zu verschiedenen Zielen in Südengland (draußen). An wievielen Trips ich teilnehme wird wohl im wesentliche von meinem Zeit- und Geldbudget abhängen. Denn von dem Klub wird leider nur die Ausrüstung (was schon eine ganze Menge ist) gestellt, die Anreise muß man selbst bezahlen. Wie man mir gesagt hat wird sich das aber immer im 10-20 Pfund rahmen bewegen.
Nach der Sportsmesse war dann mal wieder schlange stehen angesagt. Das scheinen sie hier wirklich zu mögen. Die schlimmste Schlange die wir hatten um in den Bus zu kommen war am Montag morgen und hatte eine Länge von ca.200m. Interressanter weise kommt niemand auf die Idee zu drängeln. Wahrscheinlich würde es sogar perfekt klappen, da die Engländer einfach zu freundlich wäre etwas zu sagen.
Am Abend mußte dann unsere ganze WG zu einem Meeting für unser Studentenwohnheim. Ich war erst froh, weil auf dem Aushang stand, dass es compulsory sei ich mir diese Veranstaltung also sparen könnte. Leider hat mir ein Gespräch mich meinen Mitbewohnern offenbart, dass ich compulsory
mit optional verwechselt habe. Phils message war daher Eindeutig: "Sorry Chris, compulsory means you have to go there!" Der Wissensgewinn dieser Veranstaltung war dann auch so wie ich es erwartet habe. "There is a Sign on your door saying Fire door Keep shut that means it is a fire door, keep it shut".

Monday, October 03, 2005

Uni hat begonnen

"Endlich" haben die Vorlesungen begonnen. Wenn ich Glück habe kann ich sogar mehr als zwei belegen. Ich habe heute schon den ganzen Tag versuch einen Professor in BS ans Telephon zu kriegen. Aber irgendwie schien niemand im Büro zu sein. - Sehr merkwürdig, dabei ist doch Montag der 3. Oktober...
Die Vorlesungen die ich heute besucht habe waren aber ganz gut. Wenn sie das machen was sie angekündig haben und das Niveau von heute beibehalten sollte es machbar sein. (Wofür braucht man bei einer Radaufhängung eine Feder?) Super gut war war die Aussprache der Dozenten. Sie sprechen so langsam und klar, dass es gar kein Problem war ihnen zu folgen. Nur die Vokabel fehlen halt manchmal. Mal schauen wie es weiter geht, aus mangel an passenden Vorlesungen habe ich mich für morgen für Regelungstechnik 2 eingetragen.

Sunday, October 02, 2005

Lacock

Heute stand ein Trip auf dem Programm, den das international Office für uns Austauschstudenten organisiert hat.
Unser Ziel war Lacock und Lacock Abbey, eine kleine Stadt, die zu Zeiten der Industrialisierung in Privatbesitz war. Da der Besitzer etwas konservativ war hatten alle Bewohner das glück völlig vom Fortschritt wie der Eisenbahn und Industrie verschont zu werden. Heute gehören große Teile des Ortes dem National Trust, einer Organisation die sich zum Ziel gesetzt hat Landschaften und Gebäude so zu bewahren wie sie sind. - Also eigentlich eine sehr gute Fortsetzung der Geschichte. Der ganze Ort und insbesondere die Abtei sind so gut erhalten, dass für einige Szenen der Harry Potter Filme verwendet worden sind. Ein wirklich schöner Ort also, so schön, dass man uns ca. 4 Stunden gegeben hat um ihn anzuschauen. Überschlägig würde ich sagen war das mehr als eine Minute pro Einwohner. Am ende haben wir uns wirklich gewünscht das gleiche zu machen wie diese Katze...

Wie dem auch sei, wir waren ende auf jeden Fall sehr froh in diesem Ort gewesen und freuten uns sehr darauf bald wieder in einem anderen zu sein. Leider hat es der Bus nicht die Berge hochgeschafft und ist nach ca. einer Meile liegen geblieben, so dass wir für den 10 Meilen langen rückweg ca. 2,5 Stunden gebraucht haben. - Und das obwohl ich seit 3 Stunden hunger hatte...


Gott sei dank war wenigstens die Unfallstelle gut abgesichert.

No Sports

Der Titel für diesen Eintrag trifft ganz und gar nicht auf die University of Bath zu. Heute war Sports Day, an dem wir uns alle Sportstätten ansehen konnten die die Uni (mit sehr wenigen Ausnahmen) kostenlos zur verfügung stellt. Nebenbei ist das rechte Foto entstanden, was ganz gut Zeit wie weitläufig der Campus ist.

Aber nochmal zu den Sportstätten, wie man uns heute gesagt hat hat die Uni (mit verschiedenen Sponsoren) in den letzten Jahren ca.68 Mio. Pfund für neue Sportstätten ausgegeben. Das ist, wohl nicht nur für deutsche Unis, eine wahnsinns Summe.

Neben einem 50m Schwimmbad gehören ein Fitnesstudio, 6 Indoortennisplätze, eine Judoraum, eine "normale" Turnhalle, eine Judohalle, mehrere Fußballplätze, eine Hockeyplatz, eine Rugbyplatz und eine Squashhalle zu den vielen möglichkeiten Sport zu treiben. Wie das genau organisiert ist habe ich noch nicht ganz durchschaut. Die meisten Sportarten werden von "Team Bath" organisiert, aber um Klettern zu gehen, was mich interressiert muß man wie es scheint der "Mountaineering Society" beitreten...was das genau bedeutet muß ich noch herausfinden...

Saturday, October 01, 2005

(Über)Leben in England

Der sch...Tag hat sich noch etwas zum guten Gewandelt. Ich habe eine Unit gefunden, die ich vielleicht ersetzen kann und eine meiner Mitbewohnerrinnen hat mich überzeugt noch mal aus dem Haus zu gehen um ein Bierchen zu trinken. Wir haben es sogar noch geschafft vor der letzten order da zu sein... England ist schon doch mehr als nur ein Land in dem man eine andere Sprach spricht und manche ankündigungen in dem "Stundents Handbook" bezüglich eines Kulturschocks waren vielleicht doch enster gemeint als ich am anfang gedacht habe. Viel mehr als der Kultur- triff mich aber der price- und foodshock. Eigentlich ja nichts was ich nicht vorher gewusst habe, aber irgenwie ist es schon hart, den gleichen oder einen höhren Betrag in Pfund auszugeben, den man sonst in Euro ausgibt. An der Supermarkt kasse kommt man so immer zwei mal ins überlegen, einmal beim bezahlen und einmal beim vergleichen seines einkaufs mit dem der anderen kunden. Ich habe das Gefühlt halbwegs "normal" zu essen aber im Supermarkt komme ich mir immer vor wie voll der ökofreak. - Keine Fertiggerichte und keine Chips...